Veröffentlicht in Ausprobieren, Erfahrungen

Meine Erkenntnisse aus meinem ersten Working-out-loud-Zirkel

Ich stehe kurz vor Ende meines ersten Working-oud-loud-Zirkels. Nur noch zwei Treffen des 12-wöchigen Programms sind zu absolvieren. Es scheint so, als wollen wir alle nicht wirklich, dass der Zirkel endet, wie sonst kann man das erklären, dass wir so kurz vor knapp nochmal ohne besonderen Grund unser Zirkeltreffen auf eine Woche später verschieben.

John Stepper, der Erfinder von Working-out-loud, beschreibt die Methode in seinem Guide so:

“ Working-out-loud ist eine Weg, um Beziehungen aufzubauen, die dir auf verschiedene Weise helfen können, ein Ziel zu erreichen […]. Anstatt sich zu vernetzen, um etwas zu bekommen, investierst du in Beziehungen […]. „

WOL Circle Guide: Erste Schritte

In den vergangenen Wochen, in denen alle ihr persönliches Ziel verfolgt haben, sind wir wirklich zusammengewachsen. „Aus Fremden wurde Freunde“, den Satz können glaube ich alle unterschreiben. In einer der letzten Treffen, war die Aufgabe, zu sagen, was man bisher vom Zirkel gelernt hat. Eine sagte geradeaus: „Ganz ehrlich, was ich gelernt habe, das Beste sind wir 5!“. Nach diesem Satz hielten alle kurz inne, um nachzudenken und ja, der Satz stimmt: Jede oder jeder einzelne ist für sich genommen schon ein toller Mensch, aber zusammen macht es uns einfach zu den Besten.

Seit Ende August treffen wir uns jeden Montagabend mal physisch, mal auch nur per Skype. Am Anfang jedes Treffens steht der Check-in mit zwei Fragen, zum einen was man in der letzten Woche gemacht hat und wie es einem geht. Bei unserem Zirkel folgt dann meist die dritte Frage, seid ihr alle vorbereitet?

Das Gefühl zu wissen, es interessiert andere wirklich, wie es einem geht und ob man seinem Ziel näher kommt, wirkt Wunder. Mein übergeordenetes Ziel war, wie ich nun heute weiß, meine Potenziale auch neben meiner eigentlichen Arbeit in etwas zu verwandeln, was ich anderen weitergeben kann. Auch wenn dieses Ziel nicht gleich zu Anfang so formuliert war, weiß ich nun heute, dass es das war. Daraus ist in den letzten Wochen ein Projekt mit einer meiner wichtigsten Freundinnen entstanden.

Manchmal glaube ich, dass unsere Musterwandler*innen-Arbeit einer Art dauerhaftem Working-out-loud entspricht. Auf der einen Seite verfolgen wir zwar das gemeinsame übergeordnete Ziel, agile Methoden bekannt zu machen, auf der anderen Seite, verfolgt jede*r das individuelle Ziel, in ihrer oder seiner Organisation etwas zu bewirken. Zu wissen, dass es da einen Kreis von Menschen gibt, die es zum einen wahrhaftig interessiert, wie es einem so ergeht und Menschen zu erleben, die sich untereindander ohne Eigennutz unterstützen und helfen, die individuellen Ziele besser zu erreichen, ist ein sehr wertvolles Gefühl, dass letzendlich zu „mehr Motivation für den Einzelnen und zu mehr Agilität, Innovation und Kooperation für ein Unternehmen“ (John Stepper, Zirkelguide, Erste Schritte) führt.

Auf der Homepage von Working-out-loud (www.working-out-loud.com) stehen Zitate von Menschen, die schreiben „Hat meine Welt größer gemacht“ und „… positiv und echt lebensverändernd“, ich muss sagen, dem stimme ich zu. Die Erkenntnis, dass Beziehungen zu Menschen, das wertvollste Gut ist, war mir vielleicht unbewusst schon klar, aber zu erkennen, dass es Spaß macht, Menschen etwas zu geben und bei ihrem Fortkommen zu helfen und, dass man dabei soviel mehr zurück bekommt, so ganz wusste ich das vorher nicht.

Ich kann nur jeder Einzelnen und jedem Einzelnen empfehlen, mindestens einmal an einem Zirkel teilzunehmen. Ich nehme jedenfalls sehr viel mit in meine berufliche und auch private Zukunft.

Ein Kommentar zu „Meine Erkenntnisse aus meinem ersten Working-out-loud-Zirkel

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