Veröffentlicht in Erfahrungen

Eine Zugfahrt – ein Kaffee – eine besondere Bekanntschaft!

von Martina Nolte (Hochschule Niederrhein), Kontakt: martina.nolte@hs-niederrhein.de

Eine Zugfahrt – ein Kaffee – eine besondere Bekanntschaft!

Nach einer wirklich wissensreichen und interessanten Tagung des Forums Agile Verwaltung stiegen Tobias Koch (Heinrich-Heine-Universität) und ich (Martina Nolte, Hochschule Niederrhein) in den Zug von Berlin nach Düsseldorf. Nach dem hektischen Einstieg in Berlin entschieden wir uns, erstmal einen entspannten Kaffee im Zug-Café zu trinken. Dort saß bereits ein freundlicher Mann, der bereitwillig seine Sachen zur Seite nahm, um uns einen Platz zu ermöglichen. Ich bestellte einen Kaffee und fragte ihn – als Dank – ob er ebenfalls einen mochte. Er bejahte! Dies war der Beginn eines großartigen Gesprächs auf dem Weg durch die Republik.

Wir stellten uns gegenseitig vor. Wie heißt du? Wo kommst du her? Was machst du so? Die üblichen Fragen für einen Small Talk im Zug.

Im Laufe des Gesprächs stellte Johannes Burr sich als Head of Collaboration, Learning & Transformation der Axel Springer SE vor.

 „Jackpot!“, dachte ich. Das wird eine spannende und geniale Fahrt!

Johannes ist Volljurist mit EMBA in Medienmanagement und seit 10 Jahren bei Axel Springer tätig. Seit 2013 befasst er sich dort intensiv mit dem Transformationsprozess vom ehemaligen Verlagshaus hin zu einem führenden digitalen Medien- und Technologieunternehmen. Täglich wird er mit den rasanten, strukturellen Veränderungen des Wandels konfrontiert und nimmt diese Herausforderungen an.

In einem Interview auf dem Online-Karrieretag in Hamburg sagte er: „Gemäß unserem Motto >Da geht noch mehr< bieten wir als Arbeitgeber das Beste aus zwei Welten: eine Dynamik und Arbeitskultur, wie wir sie uns im Zuge des Kulturwandels von der Start-up-Branche abgeschaut haben. Und darüber hinaus alle Vorteile und Vielfalt eines großen, internationalen Unternehmensverbunds, von attraktiven Arbeitskonditionen, wirtschaftlichem Erfolg, Familienservice, bis hin zu hervorragender Weiterbildung und Personalentwicklung. Und das Wichtigste: bei uns kommt der Spaß an der Arbeit von der Arbeit! Nur so werden mit Neugier und Leidenschaft bestehende Denkbarrieren durchbrochen und die Zukunft der Medien kreativ und mutig gestaltet.“

Und genauso empfand ich unser Gespräch im Zug. Ehrlich! Authentisch! Überzeugend! Johannes fokussiert sich – tagtäglich – auf die Befähigung seiner Mitarbeiter*innen, er begleitet Veränderungsprozesse und implementiert agile Arbeitsweisen. Und es macht Spaß! Auch unser Gespräch im Zug macht Spaß. Wir kommen von „Höcksken auf Stöcksken“. Wahrnehmung der Veränderung, Teamenergie, kultureller Wandel, Erfahrungswerte und viele „Forscherreisen“. Er spricht von Erfolgsgeschichten, die anstrengend waren – aber die Mühe lohnt sich!

Und sein Erfolg gibt ihm Recht. Aus seinem Bereich heraus entwickelte sich eine Change-Management Initiative: >move<. Sie wurde mit dem European Change Communications Award und dem HR Excellence Award ausgezeichnet.

Nachdem wir die Themen Agilität, den Spaß an der Arbeit, das freie Denken und selbstorganisierte Teams besprochen hatten und mittlerweile schon fast in Wuppertal waren, kamen wir immer tiefer in das, was wirklich zählt: People & Culture. Im Zentrum sollte jeder einzelne Mensch und die ihn umgebende Unternehmenskultur stehen. Eine Kultur die Spaß macht, das Schaffen von Rahmenbedingungen welche die Mitarbeiter*innen zu Höchstleistungen motivieren und der respektvolle Umgang miteinander sowie das Schätzen jedes Einzelnen und seiner Fähigkeiten. „Wir suchen bei Axel Springer Menschen, die auf Ihre Art und Weise einzigartig sind, von dem was sie tun begeistert sind und etwas bewegen möchten“ sagte er. Dementsprechend heißt der zentrale Personalbereich in dem sein Team und er wirken eben auch „people&culture“ ein Bereich, der sich selber den ambitionierten Purpose „Wir existieren, um Axel Springer zu transformieren – und zwar in eine Organisation, in der jedes Individuum sein ganzes Potenzial entfalten kann“ auf die eigenen Fahnen schreibt.  

Auch wir an der Hochschule Niederrhein befinden uns mitten im Change der digitalen Transformation. Wir haben uns zum Ziel gesetzt, uns auf die mit der Digitalisierung zusammenhängenden Veränderungen anzupassen, die hohe qualitative und quantitative Leistungsfähigkeit der Hochschule zu sichern und das Arbeitsleben der Beschäftigten qualitativ zu verbessern. Der erste Schritt in diese Richtung ist ein von außen begleitetes Change-Management-Konzept „servicegoesproject“ für die Hochschulverwaltung. Dies soll die Entwicklung einer gemeinsamen Vision enthalten und Rahmenbedingungen für die verstärkte Projektarbeit im Zuge der digitalen Transformation enthalten. Es sollen Maßnahmen zur Unterstützung der Beschäftigten, zur Harmonisierung von Linien- und Projektarbeit, zur motivierten Übernahme von Projektarbeit sowie die Ableitung von Personalentwicklungsmaßnahmen enthalten. Getreu dem Leitsatz: >Gemeinsam sind wir stark – die Meinung jedes Einzelnen ist entscheidend für unseren Erfolg<.

Nochmal zurück zu Johannes. Er war der „Meister der Podcasts“ und erzählte was sich damit für ihn für Möglichkeiten eröffnen und dass er ständig Podcasts hört. Wir waren begeistert! Nach dem Austausch unsere Kontaktdaten hatte ich schon ein Link in meinem Postfach. Ein grandioser Motcast zum Thema New Work, an dem er beteiligt war: https://masters-of-transformation.org/motcast/084/

Überhaupt scheint ihn das Thema New Work zu um- und anzutreiben: https://soundcloud.com/onthewaytonewwork/168-mit-florian-klages-und-johannes-burr-verantwortlich-fur-people-culture-bei-axel-springer

Herzlichen Dank an Johannes. Es war wirklich eine tolle Zeit im Zug, die Mut macht und motiviert! Wir sind sehr dankbar und freuen uns auf einen zukünftigen Austausch.

https://de.linkedin.com/in/johannes-burr

https://www.xing.com/profile/Johannes_Burr

Autor:

… ich biete: agiles, vernetztes Denken, gelebte Organisationsentwicklung, dynamisches Projekt- und Prozessmanagement...

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