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Working out loud – Hilfreiches und Wissenswertes

Es ist schon ein paar Tage her, dass ich mit „Fortsetzung folgt“ noch weitere Quellen zu Working out loud angekündigt habe. Vergessen habe ich es allerdings nicht und heute ist es endlich soweit. Ausgangspunkt war vor einigen Wochen meine Nachfrage via Twitter, was ich bei einer Einführung in Working out loud unbedingt noch mit aufnehmen sollte. Erwähnt wurden damals wertvolle Tipps, teilweise auf Basis eigener Erfahrungen. Genannt wurden aber auch Quellen, die aus meiner Sicht generell zum Thema Working out loud hilfreich sind, aber nicht unbedingt Platz in einer Einführung finden müssen. Davon möchte ich heute noch einige vorstellen und hoffe, sie helfen dem einen oder der anderen bei der Auseinandersetzung und/oder Einführung von Working out loud in der eigenen Hochschule.

Visuelle Zusammenfassung

Oliver Ewinger hat mich auf eine wunderbare Darstellung von Sabina Lammert aufmerksam gemacht:

Mit ihrem Poster gibt sie eine sehr guten Überblick über die 12 Schwerpunkte eines WOL-Circles und erklärt nebenbei noch die Rahmenbedingungen. Die Zeichnung hat sie übrigens auf ihrer Website in deutsch und englisch zum Download zur Verfügung gestellt.

Etwas Historie mit Bezug zur Wissensarbeit

Wer gern etwas über die Geschichte von Working out loud erfahren möchte, der wird im Wiki der Cogneon Akademie fündig. Der Beitrag geht auf den Bezug zur Wissensarbeit, Blogging, Wikis und Podcasts ein und verweist auf lernOS, „ein Betriebssystem für Lebenslanges Lernen und Lernende Organisationen“. Noch hatte ich selbst nicht die Möglichkeit, mich damit näher zu beschäftigen, neugierig bin ich aber schon. Der Dank geht an Simon Dueckert, der mir diese Quelle mitgeteilt hat.

Das Besondere an der Lernmethode Working out loud

In ihrem Artikel „#WOL: Working out loud macht den Unterschied“ fasst Antonie Muschalek sehr schön zusammen, was Working out loud aus ihrer Sicht von anderen Lernmethoden abhebt. Dabei geht sie auch darauf ein, was der Haken daran ist – und gerade diese Sicht finde ich toll. „WOL legt einen starken Fokus auf Sichtbarkeit und öffentliche Beiträge in sozialen Medien.“ Nicht jede*r ist in sozialen Medien aktiv, nicht jeder*jedem fällt es leicht, seine Arbeit öffentlich zu zeigen und damit sich auch immer ein Stück angreifbar zu machen (so zumindest die Sorge, die mir daraufhin am häufigsten begegnet ist). Antonie rät zu Mut, die Methode so zu adaptieren, damit es passt. „Auch der Nachbar von nebenan freut sich über einen Brief mit einer persönlichen Lektüreempfehlung in seinem Briefkasten.“ Ich mag an der Stelle noch auf einen anderen Twitterpost eingehen, der mich noch immer beschäftigt. Es ging darum, dass der eigentliche Gewinn erst nach dem Circle sichtbar wird. Mittlerweile kann ich mich dem voll und ganz anschließen, denn nur dadurch, dass ich sichtbar mache, wofür ich mich interesse, kommen andere auf mich zu, teilen ihre Erkenntnisse und Erfahrungen mit mir oder erfragen meine Unterstützung. Es ist großartig, sich so ganz selbstverständlich gegenseitig zu unterstützen.

Working out loud ist keine Change Methode

Last but not least möchte ich noch auf einen letzten Artikel hinweisen, den ich im Zusammenhang meiner Auseinandersetzungen mit WOL sehr interessant fand. Kai Pukall setzt sich in seinem Blogartikel eher kritisch mit dem Hype um Working out loud auseinander. Seine Erfahrungen sind eher negativ und so führt er „Fünf Gründe (auf), warum auch WOL nicht ins neue Zeitalter führen wird“.

Ich finde seine Gedanken absolut lesenwert und wichtig und denke seit dem Lesen immer wieder mal darüber nach, ob ich WOL als Change-Methode ansehe oder nicht. Eine klare Antwort habe ich darauf noch nicht. WOL gehört für mich zu den Graswurzel-Initiativen, die entstehen können und die durch Gießen und Düngen „von oben“ sicherlich auch einiges in Bewegung bringen können. Gleichzeitig handelt es sich um eine Ansatz, den man aus meiner Sicht nicht „verordnen“ kann. Ende 2019/Anfang 2020 sind wir im Rahmen unserer Besuche der Community Working Group herumgereist und ein Begriff, der immer wieder gefallen ist, war „influence“. Ich glaube, mit Working out loud ist es möglich, Einfluss auf das Mindset einzelner Personen zu nehmen. Und einzelne Personen können wiederum Einfluss auf das Mindset einer Organisation nehmen – dabei betone ich allerdings „können“, was nicht gleich „müssen“ ist. Es kann passieren und allein das ist es Wert, es einfach mal auszuprobieren – so mein Fazit zum gegenwärtigen Zeitpunkt.

Autor:

Musterwandlerin an der FernUniversität in Hagen, an der ich mich hauptsächlich mit dem Einsatz digitaler Lehr-Lern-Lösungen beschäftige und Innovationen eine bedeutende Rolle spielen.

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