Veröffentlicht in Allgemein

Hoch(schule) lebe das Netzwerk!

Eine Geschichte von den kleinen Schritten und dem Aufruf zum MACHEN! (Teil 1)

WOL@Hochschule

Hallo an alle Musterwandler*innen, und diejenigen, die es noch nicht sind, die aber merken, dass sich etwas an der Hochschule verändern könnte, sollte, müsste. 

In diesem Beitrag lest ihr, wie Working Out Loud an einer Hochschule etabliert werden kann und bekommt wertvolle Tipps dafür mit an die Hand.

Dazu erzähle ich euch, wie ich es geschafft habe, die ersten Working Out Loud (WOL) Circles an der Hochschule Heilbronn zu gründen. Und wer an dieser Stelle wissen will, um was es bei WOL genau geht, kann dies zum Beispiel beim HRperformance Institut nachlesen.

Das erste Samenkorn wurde gepflanzt

Bis heute bin ich noch mit Anne Tessmer von JP KOM und Michael Kobold von Bosch aus meinem ersten Circle in Kontakt. Wir skypen regelmäßig und tauschen uns zu den aktuellen persönlichen Herausforderungen aus. Wenn mich nach diesem Circle jemand gefragt hätte, was mich an Working Out Loud begeistert, dann wären es folgende Stichworte gewesen:

  • Das intensive Kennenlernen fremder Menschen.
  • Die Entwicklung hin zu einer vertrauensvollen und wertvollen Beziehung innerhalb von wenigen Wochen.
  • Die gegenseitige bereitwillige und bedingungslose Unterstützung.
  • Die Selbstverständlichkeit, mit der Wissen, Erfahrungen, Einstellungen geteilt und diskutiert werden.
  • Das Mitfiebern, bei der Erreichung der fremden Ziele.

Im März dieses Jahres kam ich an die Hochschule Heilbronn, um ein Konzept zur Gewinnung und Entwicklung von Fachhochschulprofessor*innen mitzugestalten. Der Anspruch an dieses Konzept ist unter anderem, die fakultätsübergreifende Zusammenarbeit sowie die Kooperationen zwischen Wissenschaft und Praxis zu stärken. Durch meine ersten Erfahrungen mit Working Out Loud habe ich schnell gemerkt, dass diese Methode uns dabei unterstützen kann, indem sie die Vernetzung der Kolleg*innen untereinander sowie den Vertrauensaufbau fördert.

Allerdings – und Nicole Engelhardt von den Musterwandlern hat es in ihrem Blog Beitrag schön formuliert –

…ist [es] mit dem Aufbau von Vertrauen so eine Sache. Das funktioniert nicht mal einfach so – Vertrauen entsteht vor allem dadurch, dass Menschen bereit sind, Vertrauen zu schenken und eine Beziehung einzugehen.

An der Stelle setzt das Konzept von Working Out Loud mit seinen 12 Guides sehr erfolgreich an. Es fördert einen intensiven Austausch der Teilnehmenden untereinander und dabei dieses Vertrauen aufzubauen. 

Working Out Loud verbindet! – Sowohl der erste Circle als auch der anschließend selbst gegründete Circle mit Conny FröhlichRalf UeberfuhrRobert Bartel und Anita Frantzen, haben mich auf meinem Weg, WOL an die Hochschule zu bringen, unterstützt. Daneben habe ich viele weitere faszinierende und inspirierende Menschen über Working Out Loud kennenlernen dürfen.

Der Kontakt zu Katharina Krentz von Bosch stellt für mich einen Schlüsselmoment dar. Auf Katharina bin ich erstmalig über Michael aufmerksam geworden. Ich habe ihr von meiner Vision erzählt – einer Vision von WOL, die über die Hochschule hinausgehen sollte. So sprachen wir über die Möglichkeiten von Trendscouting, die Förderung von Forschungsprojekten bis hin zur Förderung des Wissenschaftlichen Nachwuchses. Katharina war sofort begeistert und motivierte mich loszulegen. 

Das Working out Loud ein Antworte auf zentrale Fragen der Hochschule sein könnte, machte auch den Prorektor FTI in einem ersten Telefonat neugierig. Die Fragen lauteten:

  • Wie können wir die aktuellen Herausforderungen der Wirtschaft besser verstehen?
  • Wie können wir das Netzwerk an und jenseits der Hochschule fördern?
  • Wie können wir zusammen mit Unternehmen wissenschaftliches Denken und Praxisbezug verknüpfen?

Die ersten Graswurzeln bildeten sich

Für den anberaumten Termin mit dem Prorektor wollte ich erste Resultate an der Hand haben. Doch wie könnte ich die ersten Circle an der Hochschule bis zu dem Gespräch gründen?

Ich zerbrach mir den Kopf und verabredete mich mit einzelnen Kollegen*innen an der Hochschule. Wir sprachen dabei auch über WOL und das Interesse konnte ich dafür auch wecken, aber es wollte mir nicht gelingen einen Circle zu gründen. Wahrscheinlich war ich auch noch nicht mutig genug im Erstkontakt mit den Kollege*innen direkt zu fragen: „Willst du mal etwas Neues ausprobieren?“

Zwischenzeitlich nahm ich an dem Treffen WOL0711 der Working Out Loud Community in und um Stuttgart teil und hatte das Glück, mich u. a. mit Sven Stüven von IBM und Sabine Constabel vom Fraunhofer-Institut in einer Session zum Thema „Wie bekomme ich Kritiker von WOL überzeugt“ auszutauschen. Sie gaben mir tolle Tipps, wie

  • ein Wiki in MS Teams anzulegen,
  • bei der Präsentation von WOL die Methode „5 Fakten über mich“ als Opener zu verwenden,
  • Testimonials einzubeziehen,
  • einen Community-Manager einzusetzen, der die Circles zusammenstellt, Ansprechpartner ist, wenn die Circle-Teilnehmer Fragen haben und WOL pusht,
  • bei der Zusammenstellung der Circles auf eine größtmögliche Diversität zu achten in Bezug auf Abteilung, Stellung, Alter, etc.,
  • „einfach machen!“

Gerade den letzten Punkt hatte ich schon einmal gehört – von Michael. Und dieser Tipp stellte sich schließlich als der Wertvollste heraus!

Wie es danach weiter ging, lest ihr kommende Woche im Teil 2 von „Hoch(schule) lebe das Netzwerk! – Eine Geschichte von den kleinen Schritten und dem Aufruf zum MACHEN!“

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