Veröffentlicht in Allgemein

Hoch(schule) lebe das Netzwerk!

Eine Geschichte von den kleinen Schritten und dem Aufruf zum MACHEN! (Teil 2)

WOL@Hochschule

Liebe Musterwandler*innen,

letzte Woche habt ihr in Teil 1 von „Hoch(schule) lebe das Netzwerk! lesen können, wie die ersten Gedanken reiften, Working Out Loud an der Hochschule zu etablieren. Wie daraus tatsächlich die ersten Circles gegründet wurden, lest ihr hier.

Die ersten Sprösslinge konnten sprießen

Die Chance, Working Out Loud tatsächlich an der Hochschule zu präsentieren, boten mir Prof. Dr.-Ing. Andreas Daberkow und Kerstin Steimle vom eLeA-Team. Ich bin auf sie zugegangen und in dem von ihnen organisierten eCafé, einer Austauschplattform zur Digitalisierung der Lehre, wurde mein Thema tatsächlich mit aufgenommen. Von jetzt an sollte alles ganz schnell gehen. Ich musste für den 01.07.2020 eine Präsentation zu WOL erstellen, die nur 20 min dauern durfte, um danach Raum für Diskussionen zu haben. Da ich so etwas noch nie gemacht hatte, habe ich die Community nach Tipps gefragt, was mir sehr bei der Erstellung des Impulsvortrags geholfen hat. 

Direkt nach meinem Vortrag kamen vier Wissenschaftlerinnen auf mich zu und wollten mehr über WOL erfahren. Durch diese vier Frauen und eine E-Mail an alle Kolleg*innen der Hochschule, kamen kurz darauf weitere Interessenten hinzu. Dadurch konnte ich zwei Termine für ein virtuelles Treffen anbieten und insgesamt 15 Teilnehmer*innen dafür gewinnen. Bei diesen Seminaren habe ich die „5 Fakten über mich“ Methode angewendet, konnte näher auf WOL sowie die Möglichkeiten zur Anmeldung für einen Circle eingehen. Dabei habe ich mich als mögliche Organisatorin für WOL Circles an der Hochschule angeboten. Von den Teilnehmenden meldeten sich schließlich acht an. Im Nachhinein habe ich das Feedback bekommen, dass es weniger der Inhalt war, der die Wissenschaftler*innen motiviert hat, einem Circle beizutreten. Es war vielmehr meine sichtbare Begeisterung für die Methode.

Aufgrund der zeitlichen Präferenzen und unter der Prämisse der größtmöglichen Diversität (Fakultät und Position) konnte ich noch vor den Semesterferien zwei Circles zu je vier Teilnehmer*innen zusammenstellen. Für jeden gab es von mir eine Starter-Mail mit der Einladung zur gegenseitigen Vernetzung über Xing oder LinkedIn sowie der Information, sich für die Working Out Loud Guides zu registrieren. Außerdem gab es die erste Aufgabe von mir, innerhalb der Cirles zu besprechen, ab wann die Treffen starten können und wo sie stattfinden sollen: ob im virtuellen Raum beispielweise per Skype, Zoom, WebEx, MS Teams, etc. oder an einem konkreten Ort.

Noch vor dem offiziellen Starttermin, versendete ich an alle Teilnehmer/innen das erste Infoblatt mit den folgenden Empfehlungen zur Woche 0 von John Stepper:

  • Stellt euch kurz vor, wer ihr seid ihr und was ihr macht.
  • Lasst einander wissen, warum ihr bei WOL mitmacht.
  • Plant die kommenden 12 Treffen. Denkt dabei an Weiterbildungen, Urlaub und auch an Feiertage, etc.
  • Besprecht, wie ihr mit den Guides umgehen möchtet. Wollt ihr schon vorbereitet in eure gemeinsamen Treffen gehen oder die Übungen gemeinsam lösen?
  • Überlegt, ob ihr die Rolle des Moderators zukünftig wechseln wollt oder diese Rolle bei einer Person bleiben soll.

Meine Vision von der grünen Wiese

Jetzt denkt ihr vielleicht, „Klasse, nur zwei Circles!“ So habe ich ganz ehrlich auch am Anfang gedacht. Als ich aber begonnen habe, in der Community von meiner Arbeit zu berichten, habe ich von allen Seiten so ein tolles Feedback bekommen, wie großartig das sei, dass ich es auch selber glauben musste. Denn die Wahrheit ist, viele trauen sich erst gar nicht, eine solche Graswurzelinitiative ins Rollen zu bringen. Und weißt Du was? Ich bin sehr stolz auf das Erreichte, innerhalb von zwei Monaten. Und Du kannst das auch – sei ein Game Changer!

Die nächsten drei Circles folgten jetzt Anfang September. In allen fünf Circles sind auch Teilnehmer*innen von außerhalb der Hochschule dabei. Diese konnte ich dank Anika Widmann von Audi und Nicole Engelhardt gewinnen, die meine Initiative in ihrem Netzwerk weitergetragen und unterstützt haben.

Wenn ich darüber nachdenke, warum ich das tue und was Working Out Loud nach meiner Vorstellung für die Hochschule bewirken kann, dann sind das diese Punkte:

  • Lehrbeauftragte und externe Doktoranden werden sich besser innerhalb der Hochschule vernetzen können,
  • es wird sich eine hochschulweite Innovationskultur entwickeln, weil Hochschulleitung, Wissenschaft und Verwaltung besser zusammen agieren werden,
  • die Industrieforschung an der Hochschule wird durch WOL deutlich zunehmen,
  • Vorhaben und Ideen von Wissenschaftler*innen in Forschung und Lehre werden in der Organisation fakultätsübergreifend sichtbar, wodurch sich schneller interdisziplinäre Kollaborationen zusammenfinden werden.

Toll für mich zu sehen ist, dass sich schon jetzt eine weitere Initiative gegründet hat. So hat Nicole Ondrusch, Professorin für Angewandte Informatik und Digitale Transformation vor, Working Out Loud für die Studierenden an der Hochschule einzuführen.

Ich freue mich schon sehr darauf, weitere Kolleg*innen für WOL zu begeistern und ein erstes virtuelles Community-Treffen zu planen, bei dem sich alle WOL’ies circle-übergreifend kennenlernen, austauschen und vernetzen können – zu dem aber auch alle Interessierten aus der Hochschule dazustoßen können.

Wie würdest du ein solches Event gestalten? Hättest du dazu ein paar gute Tipps für mich? In ein paar Wochen werde ich dazu und über die Umsetzung berichten. Sei gespannt!

Vielleicht konnte ich dir mit meinem Beitrag jetzt schon Mut machen, selbst die ersten Circles in deiner Organisation zu gründen. Wenn du dich darüber gerne mit mir austauschen würdest, lade ich dich herzlich dazu ein. Schreib mir gerne über LinkedIn! Ich freue mich schon sehr darauf, dich kennenzulernen! Let’s connect!

Ein Kommentar zu „Hoch(schule) lebe das Netzwerk!

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