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Working out loud – Hilfreiches und Wissenswertes

Es ist schon ein paar Tage her, dass ich mit „Fortsetzung folgt“ noch weitere Quellen zu Working out loud angekündigt habe. Vergessen habe ich es allerdings nicht und heute ist es endlich soweit. Ausgangspunkt war vor einigen Wochen meine Nachfrage via Twitter, was ich bei einer Einführung in Working out loud unbedingt noch mit aufnehmen sollte. Erwähnt wurden damals wertvolle Tipps, teilweise auf Basis eigener Erfahrungen. Genannt wurden aber auch Quellen, die aus meiner Sicht generell zum Thema Working out loud hilfreich sind, aber nicht unbedingt Platz in einer Einführung finden müssen. Davon möchte ich heute noch einige vorstellen und hoffe, sie helfen dem einen oder der anderen bei der Auseinandersetzung und/oder Einführung von Working out loud in der eigenen Hochschule.

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Einstieg in Working out loud in Hochschulen

Seit gut 10 Wochen beschäftige ich mich nun intensiver mit Working out loud (WOL) und versuche für mich zu ergründen, was diesen Ansatz ausmacht und ob er für die Hochschule taugt. Schon nach wenigen Wochen war für mich klar, da steckt Potential drin und darüber möchte ich gern sprechen. Ich habe daher ein paar Kolleg*innen innerhalb meiner Hochschule angeschrieben und das Konzept grob umrissen. Sie wurden neugierig. Es folgte ein Blogartikel mit der Einladung zu einem gemeinsamen Austausch. Bei diesem Austausch wollte ich zum einen die Methode etwas genauer darstellen, um eine gemeinsame Basis zu schaffen, und zum Mitdenken und Ausprobieren anregen. Vorbereitet habe ich ein paar Folien zu den fünf Grundprinzipien und der Struktur, die ich mit einer ersten, leicht angepassten Übung („Top 3“ aus Woche 9) angereichert habe. Anregungen dazu habe ich u.a. im WOL-Wiki gefunden.

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Meine Erkenntnisse aus meinem ersten Working-out-loud-Zirkel

Ich stehe kurz vor Ende meines ersten Working-oud-loud-Zirkels. Nur noch zwei Treffen des 12-wöchigen Programms sind zu absolvieren. Es scheint so, als wollen wir alle nicht wirklich, dass der Zirkel endet, wie sonst kann man das erklären, dass wir so kurz vor knapp nochmal ohne besonderen Grund unser Zirkeltreffen auf eine Woche später verschieben.

John Stepper, der Erfinder von Working-out-loud, beschreibt die Methode in seinem Guide so:

“ Working-out-loud ist eine Weg, um Beziehungen aufzubauen, die dir auf verschiedene Weise helfen können, ein Ziel zu erreichen […]. Anstatt sich zu vernetzen, um etwas zu bekommen, investierst du in Beziehungen […]. „

WOL Circle Guide: Erste Schritte
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Working-out-loud – und wie eines zum anderen kommt…

Schon interessant, vor ein bisschen mehr als einem Jahr wusste ich noch nichts von den Begriffen Agilität, Scrum, New Work oder auch Working-out-loud. Doch ist man einmal angesteckt, lässt es einen nicht mehr los. Zunächst habe ich mich nur in meinem beruflichen Rahmen mit diesen Themen beschäftigt, doch nun ist soweit und ich stehe kurz vor meinem ersten Working-out-loud-Zirkel-Start und das in meiner Freizeit. Doch was ist das eigentlich? Was erwarte ich davon? Und was hat das Ganze mit Agilität und den Musterwandler*innen zu tun?

Working-out-loud wurde von John Stepper erfunden, der auf seiner Homepage schreibt:

Ich habe drei Jahrzehnte in großen Unternehmen gearbeitet und gesehen, wie die Mehrheit der Beschäftigten abgestumpft oder sogar völlig unglücklich war. Obwohl wir über Zusammenarbeit und Kultur sprachen, waren wir aggressive Konkurrenten. Es war entmenschlichend – eine tragische Verschwendung von menschlichem und unternehmerischem Potenzial – und ich war mir sicher, dass es einen besseren Weg geben musste.

Stepper, John: Working out loud. URL: https://workingoutloud.com/de/about [15.08.2019].

Und John Stepper hat einen Weg gefunden, und die Working-out-loud-Methode erfunden. Diese soll helfen, Beziehungen mit Menschen aufzubauen, persönliche Ziele zu erreichen, Fähigkeiten zu entwickeln oder neue Themen zu erkunden.

Stepper, John: Working out loud. URL: https://workingoutloud.com/de/about [15.08.2019].

Die Methode wird nach einem genauen Ablaufplan für 12 Wochen angewendet. Für jede Woche gibt es bestimmte Aufgaben, die entweder zusammen mit der Gruppe (4-5 Personen) oder alleine aber mit anschließendem Feedback der Gruppe durchgeführt werden sollen.

Nun stehe ich also kurz vor dem Start meines Zirkels und was soll ich sagen, allein die Suche nach Personen und der erste Austausch mit mir völlig fremden Personen, war schon faszinierend. Nach ein paar Zeilen Austausch im Messenger vereinbarten wir, dass wir uns immer Montags rotierend bei jemanden anderen zuhause treffen wollen. Normalerweise wäre man bei sowas skeptisch, man kennt ja die Personen nicht, aber allein das „Commitment“ zu diesem Experiment führte zu soviel Vertrauen, dass dies keiner in Frage stellte. Auch im ersten Austausch miteinander habe ich schon soviel Wertschätzung und Offenheit erfahren, wofür es sonst längere Kennenlernphasen braucht. Die Werte, dies es für Working-out-loud braucht sind auch die , die dem agilen Manifest zugrunde liegen: Commitment, Einfachheit, Feedback, Fokus, Kommunikation, Mut, Offenheit und Respekt.

Vielleicht hat ja auch die oder der eine andere mal Lust, innerhalb ihrer oder seiner Hochschule Working-out-loud auszuprobieren und zu schauen, welchen Effekt das Ganze auch für die eigene Organisation hat. Ich wäre in jedem Fall gespannt auch von anderen Erfahrungen zu lesen oder zu hören.

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Lernzirkel – ein kleiner Überblick

“Ich möchte gern Beratung für Zirkelformate machen. Aber: Wofür verwende ich eigentlich welches Zirkelformat? Worin unterscheiden sich die einzelnen Formate?” Maike hat diese Fragen bei der Session zu “Lernzirkeln” auf dem Barcamp “New Work in der Verwaltung 2023/2033” gestellt. Eine entsprechende Übersicht gibt es bisher nicht. Und damit entstand die Idee, die unterschiedlichen Zirkelformate Working Out Loud (WOL), LernOS und ALEx miteinander zu vergleichen und eine Übersicht zu erstellen, die eine Hilfestellung zur passenden Auswahl bieten soll. Mit dieser Übersicht erheben wir keinen Anspruch auf Vollständigkeit im Hinblick auf Zirkelformate oder gar Formate zum selbstorganisierten Lernen. Wir haben uns schlicht an den Formaten orientiert, bei denen wir als Gruppe über Erfahrungen verfügen.

Gemeinsam Lernen in einer kleinen Gruppe, Bild von StockSnap auf Pixabay

Im Folgenden möchten wir die einzelnen Lernzirkelformate in Form eines tabellarischen Vergleichs etwas näher vorstellen. Vorab aber noch ein paar Worte zu uns und den Gemeinsamkeiten der verglichenen Formate.

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Lernzirkel – Lernwege im Kontext der Digitalisierung

Vor gut einem Jahr bin ich der Begeisterung einer Musterwandler-Kollegin gefolgt und habe meinen ersten Working-Out-Loud-Zirkel gestartet. Los ging es zu Beginn des Lockdowns im März. Es war der Start einer anstrengenden Zeit, da die mit der Pandemie einhergehenden Anforderungen an unser E-Learning-Team uns gut gefordert haben. Will frau in der Zeit noch was Neues angehen? JA! Ich habe die wöchentlichen Zirkeltreffen immer wieder als sehr bereichernd erlebt. Und es tat gut, gerade in der Zeit sich auch einen Freiraum für etwas anderes einzuräumen.

Ich glaube, so richtig ist der Funke auf mich allerdings erst nach Abschluss des ersten Zirkels im Sommer übergesprungen. Ich habe begonnen, die Themen, die mich aktuell beschäftigen sichtbarer zu machen und stelle fast jeden Tag erneut fest, was dies bewirkt. Es haben sich viele spannende, neue Kontakte, Gespräche, Ideen daraus ergeben, die ich so gar nicht erwartet oder auf meiner Agenda hatte.

Ein neues Themenfeld ergibt sich dabei fast schon automatisch: Neben Working Out Loud gibt es nämlich noch andere Lernzirkelformate, wie zum Beispiel lernOS oder ALEx. Und neugierig wie ich bin, interessiert es mich daher, was sie gemeinsam haben, aber auch worin ihre Unterschiede bestehen. Denn nach den insgesamt so positiven Erfahrungen mit mittlerweile zwei WOL-Zirkeln möchte ich gern herausfinden, ob Lernzirkel nicht ganz allgemein ein zukunftsträchtiges Lernformat sind. Auf den ersten Blick scheinen sie das regelmäßige und strukturierte Lernen bzw. sich entwickeln in einer kleinen Gruppe gemeinsam zu haben. Darüber hinaus stehen immer individuell gesetzte Lernziele im Fokus. Durch das gemeinschaftliche Reflektieren wird  ein Raum für positive Selbstwirksamkeitserfahrungen geschaffen werden. Diese Aspekte kann ich durch meine eigenen Erfahrungen bereits bestätigen, aber gerne würde ich auch weitere Lernzirkel-Methoden genauer betrachten und kennen lernen sowie tiefer vergleichen. Auf dieser Basis habe ich auf dem Barcamp „New Work in der Verwaltung 2023/2033” zu einer Session eingeladen und die folgende drei Formate kurz vorgestellt, um darüber mit anderen ins Gespräch zu kommen.

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Gedanken zur brauchbaren Illegalität in Hochschulen

Vor einigen Wochen hat Stefan Kühl, Organisationssoziologe an der Universität Bielefeld, via Twitter  auf seinen Artikel „Wie gehen Leitungen mit Illegalität um?“ aufmerksam gemacht. Er thematisiert darin die alltäglichen Regelverstöße von Mitarbeiter*innen in Hochschulen und betrachtet es unter dem Aspekt der brauchbaren Illegalität, ein Begriff, der auf Niklas Luhmann zurückgeht. Folgender Satz ist mir beim Lesen hängen geblieben: „Letztlich stellt erst die alltäglich praktizierte Illegalität sicher, dass Organisationen überhaupt funktionieren.“ Mein erster Impuls hierauf: Das darf doch so nicht sein!

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