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Austausch für Musterwandler*innen

Die letzten Wochen waren für uns alle sehr voll. Vieles hat sich im Alltag geändert. Digitalisierung und der damit einhergehende Musterwandel sind quasi von heute auf morgen ganz schnell vorangeschritten. Dabei mussten viele von uns schnell aktiv sein und hatten keine Zeit, um reflektiert zu handeln. So langsam setzt sich nun ein „neues Normal“ ein.

Wir möchten diesen Moment gern nutzen, um in den Austausch mit anderen Musterwandler*innen zu treten und die vergangenen Wochen gemeinsam reflektieren. Was von den vielen Veränderungen, die sich durch die Corona-Pandemie ergeben haben, wollen wir beibehalten? An welchen Stellen wollen wir nachjustieren? Und was können unsere nächsten Schritte sein?

Hierüber möchten wir gern mit Ihnen und euch am 16.07. um 15 Uhr sprechen und laden zu einem virtuellen Lean Coffee in Adobe Connect ein.

Wer sich am Austausch beteiligen mag, aber keine Zeit hat, vorbeizuschauen, der/die kann dies über dieses Dokument tun.

Veröffentlicht in Ausprobieren, Erfahrungen

Einstieg in Working out loud in Hochschulen

Seit gut 10 Wochen beschäftige ich mich nun intensiver mit Working out loud (WOL) und versuche für mich zu ergründen, was diesen Ansatz ausmacht und ob er für die Hochschule taugt. Schon nach wenigen Wochen war für mich klar, da steckt Potential drin und darüber möchte ich gern sprechen. Ich habe daher ein paar Kolleg*innen innerhalb meiner Hochschule angeschrieben und das Konzept grob umrissen. Sie wurden neugierig. Es folgte ein Blogartikel mit der Einladung zu einem gemeinsamen Austausch. Bei diesem Austausch wollte ich zum einen die Methode etwas genauer darstellen, um eine gemeinsame Basis zu schaffen, und zum Mitdenken und Ausprobieren anregen. Vorbereitet habe ich ein paar Folien zu den fünf Grundprinzipien und der Struktur, die ich mit einer ersten, leicht angepassten Übung („Top 3“ aus Woche 9) angereichert habe. Anregungen dazu habe ich u.a. im WOL-Wiki gefunden.

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Kleiner Gruß

Liebe Musterwandler*innen,

in den letzten Wochen bzw. schon Monaten ist es recht still in diesem Blog geworden. Dies liegt keineswegs daran, dass wir vom Weg abgekommen sind. Ganz im Gegenteil: Wie an vielen anderen Stellen unseres Alltags haben sich unsere beruflichen Herausforderungen durch die Corona-Pandemie verändert. Der Wandel ist deutlich spürbarer geworden und wir sind in unseren jeweiligen Hochschulen intensiv damit beschäftigt, ihn voranzutreiben. Leider schaffen wir es auf Grund dieser besonderen Zeit nur vereinzelt, davon zu berichten und das, was uns beschäftigt als Inspirationsquelle für andere hier zur Verfügung zu stellen.

Doch möchten wir daran festhalten und hoffen, dass wir in den nächsten Wochen mit jedem Schritt in Richtung Normalisierung auch hier wieder ein wenig mehr berichten werden.

Das ursprünglich für Mai geplante Musterwandler-Treffen muss dieses Jahr leider komplett ausfallen. Dieser Tag lebt davon, dass wir uns an einem Ort treffen, ins Gespräch kommen, Ideen austauschen, uns gegenseitig inspirieren und unterstützen. Ein solches Treffen lässt sich aktuell nur schwer planen. Wir sind aber zuversichtlich, dass wir nächstes Jahr den Termin werden nachholen können.

Bis dahin gilt: Netzwerken können wir auch digital. Wer mit uns in Kontakt kommen und sich austauschen mag, der erreicht uns über diverse Kanäle, die wir auf der Seite „Mitmachen“ gelistet haben. Und vielleicht ist ja unter unseren Leser*innen auch die ein oder andere Person, die uns dabei unterstützen mag, den Blog mit Impulsen zu füllen.

In diesem Sinne: Wir freuen uns, weiterhin mit Ihnen und euch in Kontakt zu bleiben.

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Wie baut man Vertrauen untereinander auf?

Fünf Prinzipien von Working out loud nach John Stepper

Spreche ich mit Kolleginnen und Kollegen, dann fällt immer wieder mal auf, dass ein Aspekt häufiger genannt wird: Vertrauen. Es braucht mehr Vertrauen – untereinander, zwischen den Bereichen, zwischen Führungskräften und Mitarbeiter*innen – so scheint es der Wunsch mehrerer Kolleginnen und Kollegen zu sein.

Jetzt ist das mit dem Aufbau von Vertrauen so eine Sache. Das funktioniert nicht mal einfach so – Vertrauen entsteht vor allem dadurch, dass Menschen bereit sind, Vertrauen zu schenken und eine Beziehung einzugehen. Insofern sind wir alle gefragt, wenn es darum geht, das Vertrauen untereinander zu stärken. Vielleicht gibt es aber etwas, dass uns dabei unterstützen kann.

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Gemeinsam durch die Corona-Zeit

„Du quasselst den ganzen Tag!“ – Diesen Spruch höre ich mir momentan häufiger an. Meine Antwort darauf: „Naja, das ist mein Job.“

Jede*r von uns hat gerade die ganz eigenen Herausforderungen zu bewältigen:

Für die einen ist es die Übernahme der Kinderbetreuung inkl. Homeschooling parallel zum Vollzeitjob. Für andere ist es das Kümmern verbunden mit der Sorge um die Eltern, die meistens auch noch zur Risikogruppe zählen. Neu im Job zu sein und die vielen Kolleg*innen überwiegend online kennenzulernen oder aber aus der anderen Perspektive die neue Kollegin ausschließlich online einzuarbeiten zählt ebenfalls dazu.

Aber auch das tagtägliche Teilen der Wohnung als Homeoffice mit dem/der Partner*in, das Suchen nach ruhigen Plätzen in Wohn- und Kinderzimmern, der Verzicht auf den zweiten Monitor und schlechte Internetverbindungen bis hin zu -ausfällen machen die aktuelle Zeit aus. Wir fahren nicht ins Büro nach Hagen und gehen unseren Aufgaben geordnet von morgens bis abends nach. Stattdessen kochen wir mittags Essen für uns und unsere Lieben, legen eine längere Pause ein und arbeiten abends noch mal eine Stunde länger – oder starten morgens einfach früher. Aus drei Arbeitstagen werden fünf.
Kinder werden geboren und geliebte Menschen gehen von uns. Diese auch sonst schon sehr besonderen Momente im Leben bekommen in diesen Tagen noch mal ihre ganz eigene Note.

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Wie Kekse die Mitarbeiter*innen-Motivation fördern?

Letzte Woche war ich vom Arbeitskreis „Strategie und Organisation“ des ZKI (Zentren für Kommunikation und Informationsverarbeitung e.V.), zu einem Arbeitskreistreffen eingeladen, um dort einen Vortrag über Mitarbeiter*innen-Motivation zu halten. Ein paar Tage vorher habe ich in meinem Team noch mal gefragt, was sie motivieren würde und was ich bei diesem Treffen von ihrer Seite noch einbringen könnte. Eine meiner Kolleginnen meinte daraufhin: „Kekse am Freitagnachmittag motivieren ungemein.“ Ufffff. Damit hatte ich nicht gerechnet. Und es war auch ganz und gar nicht die Antwort, die ich gerne im Hinblick auf meinen Vortrag hören wollte. Zählen Kekse nicht auch irgendwie zu extrinsischen Anreizen? Und weshalb halte ich extrinsische Anreize für wenig wirksam?

Im Folgenden möchte ich gern eine Kurzversion meines Vortrags zusammenstellen, dessen Inhalte ich überwiegend aus diverser Literatur zusammengetragen habe. Alle Quellen sind angegeben – bei Interesse empfehle ich daher, selbst noch mal tiefer in die Materie einzutauchen.

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„Die Zukunft ist jetzt“

Mit diesem Titel startete letzte Woche auf der DINI-Jahrestagung der Chief Digital Officer (CDO) von Hellmann Worldwide Logistics Stefan Borggreve seine Keynote. Er bot dem Publikum damit einen Blick über den Hochschultellerrand hinaus.

Sein Job besteht darin, Innovationen in die Firma hineinzubringen und die Transformation anzustoßen. Notwendig wird das, weil sich der Markt immer weiter verschiebt: Start-ups und Kooperationspartner drängen in den Markt, der ursprünglich der Logistik Branche vorbehalten war. Es entsteht ein extremer Druck. Gleichzeitig führen Megatrends wie autonome Fahrzeuge, das Internet der Dinge (z.B. Geofence Tracking) Advanced Analytics und Künstliche Intelligenz oder automatisierte Roboter-Prozesse dazu, dass Märkte aus Billiglohnländern zurückkehren können, da sich die Verteilung von Aufgaben auf Menschen und künstliche Systeme erneut verschiebt. “Die Zeit ist reif dafür, dass wir uns damit beschäftigen.” Zukünftig ist mit ständigen Veränderungen zu rechnen, wer sich damit nicht auseinandersetzt, wird perspektivisch abgehängt werden.

Man müsse sich daher mit Innovationen beschäftigen und selbst innovativ werden. Das Problem dabei: Innovationen sind so schlecht greifbar und kaum planbar. Stattdessen könne man Räume und eine Kultur schaffen, die Innovationen befördern. Strukturiertes Innovationsmanagement scheint ein Widerspruch in sich zu sein, aber es kann funktionieren, so Borggreve.

Folgende Ansatzpunkte liefert er dafür:

Stay relevant for your customer. Start thinking in cooperation.

Stefan Borggreve über “Die Zukunft ist jetzt” (Foto: FernUniversität)

Er startet damit das Gedankenexperiment, darüber nachzudenken, womit man seinem Unternehmen am meisten schaden könnte, um schließlich zu dem umgekehrten Ergebnis zu kommen, worin der zukünftige Nutzen liege. Bei mir löst das die Frage aus, was wir tun müssten, um uns als Hochschule zu schaden. Lebenslanges Lernen wird immer bedeutsamer. Die Weiterbildungsbranche boomt. Auch hier drängen sich immer mehr Education Start-ups in den Markt und gehen in Konkurrenz zu den Hochschulen. Der Stifterverband rät in seiner Presemitteilung vom 08. August: „Hochschulen können von Education-Start-ups lernen“. Aber tun wir das schon? Oder schaden wir uns selbst, indem wir uns weiter darauf fokussieren, „nur“ für ein grundständiges Hochschulstudium zuständig zu sein.

Ebenso lohnt es sich die Weiterentwicklung im Bereich der privaten Hochschulen zu betrachten, die durch neue, innovative (Online-)Studienmodelle Studierende anlocken. Ein Beispiel stellt das Angebot der internationalen Hochschule Edu dar, an der dank einer Kooperation mit einem Klinikverbund Medizin komplett online studiert werden kann. Die zugehörigen Praxisphasen können zwischendrin in den Kliniken absolviert werden. Ohne entsprechend digitale Angebote und Kooperationen ein noch undenkbares Modell. Der Wettbewerb steigt.

Borggreves Fazit, welchem ich nur zustimmen kann, lautet: Um zukunftsfähig zu bleiben, müssen auch wir uns (in den Hochschulen) bewegen und sollten Mut haben, Neues zu wagen. Wir sollten über neue „Produkte“ nachdenken, unsere Zielgruppe viel stärker in unsere Weiterentwicklung miteinbeziehen, wie es auch die #DigitalChangemaker des Hochschulforum Digitalisierung in ihrem aktuellen Thesenpapier fordern, und hierzu ist es erforderlich, dass wir intern unsere Arbeitsprozesse anpassen und uns mit einem Kulturwandel auseinandersetzen.

Auszüge dieses Artikels sind bereits am 15.10.2019 unter https://ekoo.fernuni-hagen.de/innovative-projekte-in-forschung-lehre-und-infrastruktur-rueckblick-auf-dini-jahrestagung/ erschienen .