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Wie viele Anregungen Unlösbares auslösen kann

Ich komme von der inzwischen dritten Jahreskonferenz des Forum Agile Verwaltung. Es gab wieder viele Denkanstöße, die noch länger nachwirken werden. Einen Funken möchte ich hier an alle weitergeben, die sich anregen lassen wollen.

Es geht um das Projekt Phase XI des Kompetenzzentrums für Kultur- und Kreativwirtschaft des Bundes (-> https://kreativ-bund.de/wp-content/uploads/2017/04/Factsheet_PhaseXI.pdf). Ich hatte noch nichts davon gehört. Es klang aber schon spannend, dass sich Kultur-/ Kreativwirtschaft in einer Initiative der Bundesregierung mit elf Teilbranchen befasst haben, um für Fragen und Antworten der Gesellschaft von morgen innovative Ansätze zu suchen. Einer der Bereiche war die Verwaltung und so entstand irgendwann das ‚Amt für unlösbare Aufgaben‘. Matthias Burgbacher, einer der Intiatoren und eigentlich Stadtentwickler, hat es heute auf der Konferenz als eine Art Lab vorgestellt, durch das etablierte Strukturen in der Verwaltung mit Methoden der Kultur- und Kreativwirtschaft beleuchtet und innovativ weiterentwickelt werden sollen (-> https://kreativ-bund.de/innovationundimpuls/jetzt-wird-es-amtlich).

Beeindruckend, welche Ideen aus der offenen Begegnung zwischen Kultur-/ Kreativwirtschaft und verschiedenen Verwaltungen entstanden sind. Zum Glück haben Julia Wartmann, Matthias Burgbacher, Petra-Leonie Pichler und Lilia Klemann ihre Erkenntnisse und Anregungen in dem Buch „Bürokratie“ zusammengetragen. Die Publikation ist hier für alle als pdf abrufbar: http://kreativ-bund.de/wp-content/uploads/2017/12/Buch_AuA_final.pdf. Schon bei erster Lektüre finden sich dort Gedanken, die auch in unserem Hochschulalltag weitergedacht werden können.

Wer mehr über das ‚Amt für unlösbare Aufgaben‘ und seine bisherigen Missionen erfahren möchte, kann dem Logbuch folgen: http://logbuch-phase-elf.kreativ-bund.de/logbuch/alternativen-fuer-buerokratie

Und zum Abschluss noch ein Zitat von Oliver Rack, Open Government Partnership und Fellow des Kompetenzzentrums, auf der Seite https://kreativ-bund.de/innovationundimpuls/jetzt-wird-es-amtlich:

Organisationen, insbesondere die öffentliche Verwaltung, befinden sich in einer dynamisierten Phase des Wandels. Technologische und gesellschaftliche Veränderungen wie die informationelle Vernetzung und die Demokratisierung von Möglichkeiten sowie veränderte Ansprüche an Teilhabe und globale Nachhaltigkeit fordern als äußere Parameter die Wandelfähigkeit und Struktur von Organisationen heraus.

 

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Kompetenzen für die Zukunft?

Nicht erst, seit ich das Zitat von Roman R. Rüdiger auf der EduAction-Seite gelesen habe (s. früherer Beitrag), frage ich mich, welche Kompetenzen wir alle, umso mehr die nächste Generation, für die Zukunft brauchen werden.

Der umfassende Wandel, den wir in Technik, Gesellschaft und Wirtschaft erleben, wirkt auch in die Hochschulen und den gesamten Bildungsbereich hinein. Die Initiative EduAction hat sich 2018 dem Schlüsselthema „Zukunftskompetenzen“ gewidmet. Auf ihrer Webseite (http://www.edu-action.de) findet man verschiedene Informationen und Denkanstöße, darunter die unten abgebildete Übersicht der Initiative WeQ. WeQ beschreibt sich auf der eigenen Webseite (http://weq.foundation/weq-skills/) als Plattform zur Entwicklung eines tiefgreifend neuen Ansatzes für Lernen und Arbeiten im 21. Jahrhundert. „WeQ“ steht für „More than IQ“, was die eine oder der andere vielleicht schon einmal gehört hat.

 

Da in der Übersicht auch auf von der OECD genannte „Future Skills“ verwiesen wird, habe ich weiter recherchiert und eine interaktive Datenbank der OECD zu „Skills for jobs“ (https://www.oecdskillsforjobsdatabase.org/#DE/) gefunden – ein ganz anderer Ansatz, Menschen auf der Suche nach arbeitsplatzbezogenen Kompetenzen eine Orientierung anzubieten.

Eine umfassende Analyse der weltweiten Veränderungen auf den Arbeitsmärkten und Verschiebungen zwischen bisher relevanten und zukünftig (wohl) benötigten Kompetenzen findet man in der Veröffentlichung der Weltbank von 2018 mit dem Titel „The changing nature of work“ (http://documents.worldbank.org/curated/en/816281518818814423/pdf/2019-WDR-Report.pdf). Im 4. Kapitel (S. 69ff.) geht es um „Lifelong learning“ und die Bedeutung von frühkindlicher Bildung, Schule, tertiärem Bildungssektor und lebensbegleitendem Lernen. Im Vorwort des Weltbamk-Präsidenten (s. dort, S. vii) habe ich nun auch eine Aussage gefunden, auf die sich Roman R. Rüdiger in dem Zitat auf der EduAction-Seite bezogen haben dürfte.