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„Brainfood“ oder „Treibstoff“ gesucht…

Foto: Sabine Schulz

Heute bieten wir Ihnen hier keinen eigenen Text an, sondern bitten um Ihren Beitrag.
Die corporate rebels (-> https://corporate-rebels.com/388/) nennen es #brainfood. In der Print-Ausgabe des Magazins Enorm (-> https://enorm-magazin.de/) heißt die Rubrik „Treibstoff“ , ZEIT:WISSEN DREI fragt in den „3½  Fragen“ regelmäßig: „Lektüre muss sein. Welche?“
In diesem Sinne fragen auch wir heute:

Welche Lektüre beschäftigt Sie im Zusammenhang mit ‚Musterwandel‘ oder Herausforderungen der Zukunft?
Welches Buch oder welcher Artikel hat Sie kürzlich zum Nachdenken gebracht?

Nutzen Sie für Ihren Beitrag gerne die Kommentarfunktion auf dieser Seite.

Veröffentlicht in Allgemein, Erfahrungen

Wer Erfahrungen teilt, gewinnt doppelt

Viele kennen die Sätze „Geteilte Freude ist doppelte Freude“ und „Geteiltes Leid ist halbes Leid“. Nach gut einem Jahr Musterwandler-Initiative ergänze ich: Geteilte Erfahrungen bringen doppelten Gewinn.

Es gibt viele Gelegenheiten und Möglichkeiten, seine Erfahrungen mit anderen zu teilen, ob in einem Vortrag, einer Podiumsdiskussion, einem Workshop, einem Zeitschriftenartikel, Blogbeitrag oder schlicht einem Gespräch. Nicht nur in Zeiten enger Kalender stellt sich die Frage, ob sich der damit verbundeme Aufwand eigentlich lohnt. Ich bin davon überzeugt, weil ich selbst schon in mehrfacher Hinsicht dadurch gewonnen habe…

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Auf dem Weg zu einer Innovationskultur in Hochschulen – 1. Etappe der HFD-Community Working Group der Musterwandler bei sipgate

Für das erste Arbeitstreffen in unserem Vorhaben ‚Innovationskultur’ (-> kurze Beschreibung des Vorhabens) haben wir die sipgate GmbH in Düsseldorf ausgewählt. 

Warum sipgate?

sipgate ist im Bereich Internet-Telefonie tätig und baut mit mehr als 170 Mitarbeiter*innen innovative Festnetz- und Mobilfunkprodukte für zu Hause, unterwegs und das Büro. Wir haben uns für das Unternehmen interessiert, weil es auch außerhalb der Branche inzwischen für seine innovative Arbeitsweise und -kultur bekannt ist, u.a. beschrieben in dem Buch „24 Work Hacks“ (https://www.sipgate.de/blog/24-work-hacks) oder in dem Video „24 work hacks, auf die wir bei sipgate gerne früher gekommen wären“ (https://youtube/qbGgUTLWZAc). Wie sipgate arbeitet, beschreibt das Unternehmen auf der eigenen Webseite kompakt so: 

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Musterwandel in Hochschulen – nötig und möglich/ Musterwandler auf dem Creative Bureaucracy Festival 2019

Im Sinne eines „spread the word“ biete ich hier noch eine kurze Nachlese von der Session „Musterwandel an Hochschulen – nötig und möglich“ an.

Herausforderungen, die die Hochschulen heute erleben und angehen wollen

Der umfassende Wandel ist auch an den Hochschulen spürbar. Er betrifft v.a.

  • die Arbeitswelt (u.a. Fachkräftemangel, World Development Report 2019 der Weltbank, zunehmende psych. Erkrankungen am Arbeitsplatz)
  • die Wirtschaft im Allgemeinen (hier genügt VUCA)
  • die Digitalisierung
  • und wird noch ergänzt durch Veränderungen in den hochschulspezifischen Rahmenbedingungen.

Stichworte sind hier u.a.:

  • gesetzlicher Rahmen und selbstgesetzte Aufgaben
  • Verschiebungen in den Finanzierungsmöglichkeiten und
  • Profilierungsstrategien im Wettbewerb.

Wie können Hochschulverwaltungen einen guten Weg finden, damit umzugehen?

Sie können

  • im persönlichen Austausch, online und darüber hinaus Neues kennenlernen,
  • im Kleinen oder Großen, privat oder in der Hochschule Neues ausprobieren
  • Erfahrungen sammeln, um zu bewerten, ob eine neue Projektmanagementmethode, ein neues Kommunikationsformat, eine neue Art der interdisziplinären Zusammenarbeit für sie paßt und Herausforderungen auf dem Weg als Entwicklungsschritte verstehen,

mindestens ebenso wichtig:

  • sich mit anderen über ihre Erfahrungen austauschen.

Wie kann die Musterwandler-Initiative dazu beitragen?

Wir möchten Interessierte bei ihren eigenen Schritten unterstützen. Die Initiative gibt dafür zunächst nur den Raum. Wie dieser sich füllt, können alle mitgestalten, die dort ihre Fragen oder Anregungen mit anderen teilen. So bleibt die Initiative lebendig und kann ein kollegiales Netzwerk für zukunftsfähige Hochschulverwaltungen entstehen.

In der Festivalsession habe ich deshalb auch von konkreten Herausforderungen und positiven Erfahrungen mit einem Selbstorganisationsmodell in der Kunsthochschule erzählt, um darüber mit den Teilnehmer/innen (ca. ein Dutzend aus verschiedenen Hochschulen, einer außeruniversitären Forschungseinrichtung und einem weiteren engagierten Gast mit Außenperspektive) in’s Gespräch zu kommen. Als die Sessionglocke zu neuen Programmangeboten rief, hätten wir gerne noch mehr Zeit für unser Gespräch gehabt. Ich betrachte es als ersten Schritt, durch den wieder neue persönliche Kontakte entstanden sind.

Auch insoweit bleibt vom CBF 2019 die Erkenntnis: „Da geht noch ‚was!

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Ein gemeinsames Anliegen

Wir haben neulich in der Verwaltung über das Thema Verbundenheit gesprochen. Wohin strebt die Hochschule fast 30 Jahre nach der Gründung?  Was verbindet uns miteinander, innerhalb der Verwaltung und darüber hinaus? 

Ich hatte dazu im Frühjahr einmal ein längeres Telefonat mit Prof. Gerald Hüther, bei dem mir der Unterschied zwischen Auftrag und Anliegen klar wurde: Bei einem Auftrag gibt es die Rolle des ‚Erfüllers‘. Geht es um ein gemeinsames Anliegen, ist jeder Beteiligte ein ‚Verwirklicher‘. Um Veränderungen wirklich zu verankern, solle man sich nach Prof. Hüther zunächst die grundlegende Frage stellen, was die Beteiligten gemeinsam antreibt. Gibt es darauf noch keine klare Antwort, ermuntert er dazu, die Frage offen zu stellen, um miteinander das verbindende Anliegen zu erarbeiten. Sonst könnten Veränderungen u. U. eher mit der Persönlichkeit und Sichtweise einzelner Personen verbunden werden und würden bei deren Ausscheiden vielleicht wieder hinterfragt. Die Verständigung auf ein gemeinsames Anliegen könnte dagegen ein breiteres, langfristig tragendes Fundament schaffen. Anders als SMART formulierte und erreichbare Ziele könnte das gemeinsame Anliegen jeden immer wieder zur bestmöglichen Verwirklichung anspornen. 

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Drei Ansätze für ein Umdenken

Durch einen Kommentar von Peter Fischbach bin ich auf die niederländische Theorie von „Omdenken“ (= Umdenken) oder „Flip-Thinking“ aufmerksam geworden (https://omdenken.com/flip-thinking/). Mir fielen gleich  Querverbindungen zu anderen Büchern ein, in denen man ähnliche Gedanken finden kann. Statt hier die Strategien von „Omdenken“ vorzustellen, greife ich deshalb nur drei Gedanken auf und nenne dazu weitere Fundstellen. So können Interessierte für sich einen eigenen Pfad entdecken. Die drei Stichworte sind: „Ja, und…“, Fehlerkultur und Andersdenken.

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