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Ein gemeinsames Anliegen

Wir haben neulich in der Verwaltung über das Thema Verbundenheit gesprochen. Wohin strebt die Hochschule fast 30 Jahre nach der Gründung?  Was verbindet uns miteinander, innerhalb der Verwaltung und darüber hinaus? 

Ich hatte dazu im Frühjahr einmal ein längeres Telefonat mit Prof. Gerald Hüther, bei dem mir der Unterschied zwischen Auftrag und Anliegen klar wurde: Bei einem Auftrag gibt es die Rolle des ‚Erfüllers‘. Geht es um ein gemeinsames Anliegen, ist jeder Beteiligte ein ‚Verwirklicher‘. Um Veränderungen wirklich zu verankern, solle man sich nach Prof. Hüther zunächst die grundlegende Frage stellen, was die Beteiligten gemeinsam antreibt. Gibt es darauf noch keine klare Antwort, ermuntert er dazu, die Frage offen zu stellen, um miteinander das verbindende Anliegen zu erarbeiten. Sonst könnten Veränderungen u. U. eher mit der Persönlichkeit und Sichtweise einzelner Personen verbunden werden und würden bei deren Ausscheiden vielleicht wieder hinterfragt. Die Verständigung auf ein gemeinsames Anliegen könnte dagegen ein breiteres, langfristig tragendes Fundament schaffen. Anders als SMART formulierte und erreichbare Ziele könnte das gemeinsame Anliegen jeden immer wieder zur bestmöglichen Verwirklichung anspornen. 

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Veröffentlicht in Allgemein, Ausprobieren, Erfahrungen

Die Musterwandler

Vor 8 Monaten haben sich die Musterwandler zum ersten Mal in Köln getroffen. 8 Monate sind lang, wobei wenn wir mal in Hochschulzeiten denken, ist es fast so, als wäre es gestern gewesen.

Als wir uns damals das erste Mal getroffen haben, war glaube ich keinem so klar, wo die Reise hingehen wird. Viele haben vor allem erst einmal Gleichgesinnte gesucht, die ebenfalls das Gefühl haben, dass man mit den klassischen Wegen in dieser neuen Zeit mit neuen Anforderungen und neuen Technologien und vielen neuen Fragen auch neue Antworten suchen muss.

Mittlerweile ist es so, dass die Arbeit mit den Musterwandlern sich anfühlt, als würde man im berühmten „Flow“ arbeiten: eins fügt sich zum anderen, jemand stößt neue Ideen an, jemand weiteres greift die Idee auf und es wird weitergedacht.

Alle neuen Musterwandlerinnen und Musterwandler sind herzlich willkomen! Schaut gerne einmal auf die Seite vorbei „Mitmachen bei den Musterwandlern“, welche Formen der Mitarbeit oder Vernetzung es gibt: https://musterwandler-hochschulen.org/mitmachen-bei-den-musterwandlern/

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Musterwandler-Initiative ist Netzwerkpartner des Creative Bureaucracy Festivals am 20./ 21.09.2019 in Berlin

Vom 20.-22. September 2019 veranstaltet der Tagesspiegel zum zweiten Mal das „Creative Bureaucracy Festival“, erneut in den historischen Hallen der Humboldt-Universität zu Berlin. Das Creative Bureaucracy Festival befasst sich mit Ideen und Lösungen, die den Öffentlichen Sektor voranbringen und bringt Menschen zusammen, die sich dafür einsetzen. Nach dem Erfolg des vergangenen Jahres (100 Programmstunden, neun Bühnen, 165 Sprecher, über 1.200 Gäste) kann man sich in diesem Jahr auf noch mehr Best Practice Beispiele, praxisorientierte Workshops, neueste Forschungsergebnisse und erfolgreiche Projekte aus dem In- und Ausland freuen.

Erstmals wird es auf dem Festival das International Forum of Government Innovation Agencies geben. Dabei treffen sich die Innovationsagenturen von nationalen Regierungen, Stadtbehörden und kommunalen Verwaltungen weltweit, um erfolgreiche Innovations- und Implementierungsstrategien zu diskutieren – vom GovLab Arnsberg über das Observatory for Public Sector Innovation der OECD bis zur Urban Task Force Mexico City.

Die Initiator/innen der Musterwandler-Initiative sind überzeugt, dass Kreativität und Bürokratie kein Widerspruch sind und Innovationen im öffentlichen Sektor das Gemeinwohl fördern. Deshalb unterstützen wir das Festival als Netzwerkpartner.

Informationen zu Sprecher/innen und zum Programm finden Sie hier: www.creativebureaucracy.net.

Im Rahmen unserer Netzwerk-Partnerschaft können wir Ihnen ein kostenfreies Ticket zum Creative Bureaucracy Festival anbieten. Bitte senden Sie bei Interesse eine entsprechende Mail an sabine.schulz@khm.de. Da das Ticketkontingent begrenzt ist, empfiehlt der Veranstalter eine zeitnahe Anmeldung.

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Agile Lehr- und Lernformate – Rückblick auf #kelt2019 und #ZuDini2019

Knapp zwei Wochen liegen nun die Koblenzer eLearning-Tage 2019 in Kooperation mit der DINI-Zukunftswerkstatt zum Thema „Agile Lehr- und Lernformate“ zurück. Es war eine gelungene Veranstaltung, die sich gleichermaßen an Lehrende als auch Mitarbeiter*innen in zentraler Hochschuleinrichtungen richtete, da die Umsetzung agiler Lehr- und Lernformate letztlich systemisch zu betrachten ist und die gesamte Hochschule somit gefordert ist.

Wer gern einen Überblick über die einzelnen Keynotes, Workshops und Diskussionen erhalten möchte, der findet einen ersten Rückblick auf die zwei Tage im Blog der e-KOO der FernUniversität . Zur Vertiefung bietet sich anschließend die Tagungsseite an, auf der bereits einige Videoaufzeichnungen und Materialien veröffentlicht wurden.

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Landkarte der Neuen Arbeit

Auf diese interaktive Landkarte hat mich neulich jemand aufmerksam gemacht: https://klara-agil.de/landkarte-neue-arbeit.html.

Wenn ich mir die einzelnen Positionen auf der Karte anschaue, finde ich mich bezogen auf unsere Hochschule in unterschiedlichen Situationen an verschiedenen Stellen wieder.

Die Karte verdeutlicht damit ein Mal mehr, daß Veränderungsprozesse einige Gemeinsamkeiten mit Reisen haben.

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Ausprobieren, wahrnehmen, antworten. Wie das Cynefin-Framework bei der Einführung von Innovationen helfen kann.

Beim vorliegenden Beitrag handelt es sich um eine modifizierte und übersetzte Version des Konferenzbeitrages: Bils, Annabell (2018). Probing, Sensing, Responding – How to implement digital learning innovations by using the Cynefin framework. In Proceedings of EdMedia: World Conference on Educational Media and Technology (pp. 2010-2015). Amsterdam, Netherlands: Association for the Advancement of Computing in Education (AACE). https://www.learntechlib.org/primary/p/184441/.

Wenn an einer Institution, beispielsweise einer Hochschule, Innovationen eingeführt werden sollen, ist dies ein schwieriges Unterfangen. Nicht nur, dass der Prozess oftmals Einfluss auf die verschiedenen Bereiche innerhalb der Institution, wie z.B. Lehre, Forschung und Verwaltung, hat – die Bereiche sind in der Regel auch miteinander verbunden. Den Prozess der Implementation zu planen und zu koordinieren, kann daher verwirrend sein. Um die Fäden ein wenig zu entwirren, kann es sich lohnen, die Systemebene zu betrachten. Ein Framework dafür bietet Cynefin.

Bereits im Jahr 2007 veröffentlichten Dave Snowden und Mary E. Boone ein Modell für Führungskräfte , das dabei helfen soll, Entscheidungen zu treffen – und zwar im besten Fall solche, die den Rahmenbedingungen der Institution entsprechen (Snowden & Boone 2007). Snowden nannte dieses Framework Cynefin, ein walisisches Wort für „Heimat“ oder „Habitat“ – und meinte damit genau das: einen Ort, von welchem aus man die unterschiedlichen Wahrnehmungen betrachten kann. Führungskräfte sollen dadurch erkennen, dass verschiedene Kontexte unterschiedliche Handlungsweisen erfordern (ebd.). Das Cynefin-Framework definiert Kontexte als einfach („simple”, „obvious“), kompliziert („complicated“), komplex („complex“) und chaotisch („chaotic“).


Abbildung 1: Snowden: Das Cynefin Framework. Quelle

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