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Die Musterwandler

Vor 8 Monaten haben sich die Musterwandler zum ersten Mal in Köln getroffen. 8 Monate sind lang, wobei wenn wir mal in Hochschulzeiten denken, ist es fast so, als wäre es gestern gewesen.

Als wir uns damals das erste Mal getroffen haben, war glaube ich keinem so klar, wo die Reise hingehen wird. Viele haben vor allem erst einmal Gleichgesinnte gesucht, die ebenfalls das Gefühl haben, dass man mit den klassischen Wegen in dieser neuen Zeit mit neuen Anforderungen und neuen Technologien und vielen neuen Fragen auch neue Antworten suchen muss.

Mittlerweile ist es so, dass die Arbeit mit den Musterwandlern sich anfühlt, als würde man im berühmten „Flow“ arbeiten: eins fügt sich zum anderen, jemand stößt neue Ideen an, jemand weiteres greift die Idee auf und es wird weitergedacht.

Alle neuen Musterwandlerinnen und Musterwandler sind herzlich willkomen! Schaut gerne einmal auf die Seite vorbei „Mitmachen bei den Musterwandlern“, welche Formen der Mitarbeit oder Vernetzung es gibt: https://musterwandler-hochschulen.org/mitmachen-bei-den-musterwandlern/

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Musterwandler-Initiative ist Netzwerkpartner des Creative Bureaucracy Festivals am 20./ 21.09.2019 in Berlin

Vom 20.-22. September 2019 veranstaltet der Tagesspiegel zum zweiten Mal das „Creative Bureaucracy Festival“, erneut in den historischen Hallen der Humboldt-Universität zu Berlin. Das Creative Bureaucracy Festival befasst sich mit Ideen und Lösungen, die den Öffentlichen Sektor voranbringen und bringt Menschen zusammen, die sich dafür einsetzen. Nach dem Erfolg des vergangenen Jahres (100 Programmstunden, neun Bühnen, 165 Sprecher, über 1.200 Gäste) kann man sich in diesem Jahr auf noch mehr Best Practice Beispiele, praxisorientierte Workshops, neueste Forschungsergebnisse und erfolgreiche Projekte aus dem In- und Ausland freuen.

Erstmals wird es auf dem Festival das International Forum of Government Innovation Agencies geben. Dabei treffen sich die Innovationsagenturen von nationalen Regierungen, Stadtbehörden und kommunalen Verwaltungen weltweit, um erfolgreiche Innovations- und Implementierungsstrategien zu diskutieren – vom GovLab Arnsberg über das Observatory for Public Sector Innovation der OECD bis zur Urban Task Force Mexico City.

Die Initiator/innen der Musterwandler-Initiative sind überzeugt, dass Kreativität und Bürokratie kein Widerspruch sind und Innovationen im öffentlichen Sektor das Gemeinwohl fördern. Deshalb unterstützen wir das Festival als Netzwerkpartner.

Informationen zu Sprecher/innen und zum Programm finden Sie hier: www.creativebureaucracy.net.

Im Rahmen unserer Netzwerk-Partnerschaft können wir Ihnen ein kostenfreies Ticket zum Creative Bureaucracy Festival anbieten. Bitte senden Sie bei Interesse eine entsprechende Mail an sabine.schulz@khm.de. Da das Ticketkontingent begrenzt ist, empfiehlt der Veranstalter eine zeitnahe Anmeldung.

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Agile Lehr- und Lernformate – Rückblick auf #kelt2019 und #ZuDini2019

Knapp zwei Wochen liegen nun die Koblenzer eLearning-Tage 2019 in Kooperation mit der DINI-Zukunftswerkstatt zum Thema „Agile Lehr- und Lernformate“ zurück. Es war eine gelungene Veranstaltung, die sich gleichermaßen an Lehrende als auch Mitarbeiter*innen in zentraler Hochschuleinrichtungen richtete, da die Umsetzung agiler Lehr- und Lernformate letztlich systemisch zu betrachten ist und die gesamte Hochschule somit gefordert ist.

Wer gern einen Überblick über die einzelnen Keynotes, Workshops und Diskussionen erhalten möchte, der findet einen ersten Rückblick auf die zwei Tage im Blog der e-KOO der FernUniversität . Zur Vertiefung bietet sich anschließend die Tagungsseite an, auf der bereits einige Videoaufzeichnungen und Materialien veröffentlicht wurden.

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Landkarte der Neuen Arbeit

Auf diese interaktive Landkarte hat mich neulich jemand aufmerksam gemacht: https://klara-agil.de/landkarte-neue-arbeit.html.

Wenn ich mir die einzelnen Positionen auf der Karte anschaue, finde ich mich bezogen auf unsere Hochschule in unterschiedlichen Situationen an verschiedenen Stellen wieder.

Die Karte verdeutlicht damit ein Mal mehr, daß Veränderungsprozesse einige Gemeinsamkeiten mit Reisen haben.

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Ausprobieren, wahrnehmen, antworten. Wie das Cynefin-Framework bei der Einführung von Innovationen helfen kann.

Beim vorliegenden Beitrag handelt es sich um eine modifizierte und übersetzte Version des Konferenzbeitrages: Bils, Annabell (2018). Probing, Sensing, Responding – How to implement digital learning innovations by using the Cynefin framework. In Proceedings of EdMedia: World Conference on Educational Media and Technology (pp. 2010-2015). Amsterdam, Netherlands: Association for the Advancement of Computing in Education (AACE). https://www.learntechlib.org/primary/p/184441/.

Wenn an einer Institution, beispielsweise einer Hochschule, Innovationen eingeführt werden sollen, ist dies ein schwieriges Unterfangen. Nicht nur, dass der Prozess oftmals Einfluss auf die verschiedenen Bereiche innerhalb der Institution, wie z.B. Lehre, Forschung und Verwaltung, hat – die Bereiche sind in der Regel auch miteinander verbunden. Den Prozess der Implementation zu planen und zu koordinieren, kann daher verwirrend sein. Um die Fäden ein wenig zu entwirren, kann es sich lohnen, die Systemebene zu betrachten. Ein Framework dafür bietet Cynefin.

Bereits im Jahr 2007 veröffentlichten Dave Snowden und Mary E. Boone ein Modell für Führungskräfte , das dabei helfen soll, Entscheidungen zu treffen – und zwar im besten Fall solche, die den Rahmenbedingungen der Institution entsprechen (Snowden & Boone 2007). Snowden nannte dieses Framework Cynefin, ein walisisches Wort für „Heimat“ oder „Habitat“ – und meinte damit genau das: einen Ort, von welchem aus man die unterschiedlichen Wahrnehmungen betrachten kann. Führungskräfte sollen dadurch erkennen, dass verschiedene Kontexte unterschiedliche Handlungsweisen erfordern (ebd.). Das Cynefin-Framework definiert Kontexte als einfach („simple”, „obvious“), kompliziert („complicated“), komplex („complex“) und chaotisch („chaotic“).


Abbildung 1: Snowden: Das Cynefin Framework. Quelle

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Organisationale Rahmenbedingungen in der Hochschule

Dieser Blogbeitrag zu organisationalen Rahmenbedingungen an Hochschulen ist ein Auszug aus einer Masterarbeit aus dem Jahr 2015. Der Fokus liegt ursprünglich auf Prozessoptimierung und IT-Projektmanagement. Nichtsdestotrotz ist der Überblick mit entsprechenden Literaturangaben sicherlich auch jetzt noch für Musterwandler*innen an Hochschulen von Interesse.

Besonderheiten der Organisation Hochschule

Die Hochschulen befinden sich als gemeinnützige staatliche Bildungseinrichtungen in Deutschland aktuell und auch schon in den letzten Jahren im Umbruch. Neue politische und rechtliche Vorgaben sowie gesellschaftliche, bildungspolitische, finanzpolitische und technologische Entwicklungen wirken auf die Hochschulen ein (FROESE (2013), S. 13 ff.). Aus den veränderten Rahmenbedingungen ergeben sich gravierende Veränderungsbedarfe an der Universität. Beispielhaft genannt werden soll hier der Bologna-Prozess zur Schaffung eines gemeinsamen europäischen Hochschulraums. Die externen Einflussfaktoren erzeugen in der deutschen Hochschullandschaft einen enormen Reformdruck in Bezug auf Kundenorientierung, Ressourceneffektivität und –effizienz (AMRHEIN (1998), S. 143.).

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„Wer Visionen hat, soll zum Arzt gehen…“

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Diesen in der Überschrift genannten Satz soll Helmut Schmidt einst gesagt haben, aber ist dem wirklich so? Bei der Vision, einen Elefanten zum Mond fliegen zu lassen, vielleicht, aber Visionen sind auch sehr wichtig, um gemeinsam in eine gewünschte Richtung zu arbeiten.

Jedes Unternehmen kann langfristig nur dann erfolgreich sein, wenn sich die Mitarbeiter mit dem Unternehmen identifizieren. Sie wollen wissen, wofür Ihr Unternehmen steht und welchen Sinn ihre Arbeit hat. Sie wollen zu positiven Zielen beitragen, eigenständig Entscheidungen treffen und selbstständig handeln. Darauf basiert die emotionale Bindung zum Unternehmen, aus der sich wiederum das Engagement der Mitarbeiter ableitet.

Dr. Fleig, J. (2018, 27. August). Was Vision und Mission im Unternehmen bewirken. Abgerufen von https://www.business-wissen.de/hb/was-vision-und-mission-im-unternehmen-bewirken/

Was heißt das nun für uns als Initiative der Musterwandler? Ist die Vision klar genug, um die Mitmachenden emotional zu binden und zu langfristigem Engagement zu motivieren? Bisher klappt das ganz gut in unserem Kernteam, freuen würden wir uns aber natürlich auch über weitere Mitstreiter*innen.

Wie entwickelt man nun eine Vision bzw. stellt sie auf den Prüfstand? In der Software-Entwicklung nimmt man sich gerne ein Vision-Board zur Hilfe:

Bei der Vision geht es um die Fragen, welche Intension steckt hinter dem Produkt oder in unserem Falle hinter der Initiative und welchen positiven Wandel wollen wir bewirken? Diese Fragen haben wir bereits auf unsere Seite „Über“ beantwortet, es geht darum, agile Methoden und organisationale Ansätze an Hochschulen bekannt zu machen und dazu beizutragen, dass wir alle unser eigenes Tun reflektieren, einander auf neue Wege aufmerksam machen, damit jeder, der mag, sie ausprobieren und bei Tauglichkeit weitergeben bzw. für sich/ seinen Aufgabenbereich/ seine Organisation weiterentwickeln kann.

Wie sieht es aber mit den anderen Punkten aus?

Ich alleine kann die Punkte nicht beantworten, gehe aber davon aus, dass sich einige Punkte vielleicht nach unserer Konferenz am 09. Mai besser beantworten lassen. Daher freue ich mich sehr auf den Austausch über Ideen, Vorschläge und Antworten.