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Ein Raum für Kreativität

In der Initiierungsphase unseres OpenDigiLab kamen wir schnell zu der Überzeugung, dass wir für ein offenes, organisationsweites Austauschformat in unserer Hochschule im Sinne eines creative space auch einen geeigneten „Raum“ für die Zusammenarbeit in Gruppen benötigen.

Unsere Zielvorstellung

Wir wollen einen Raum schaffen, durch den kreatives Arbeiten im Team stimuliert und die Interaktion in der Gruppe gefördert wird. Als besonders kreativitätsfördernd gelten Orte in der Natur aber auch lebhafte Cafes. Mit der Raumgestaltung wollen wir eine Atmosphäre schaffen, die gleichzeitig entspannend als auch anregend wirkt.

Es sollen Möglichkeiten zum interdisziplinären Austausch und zur Kollaboration aber auch zur informellen Kommunikation geschaffen werden. Dafür wollen wir in dem Raum flexible Möbel und unterschiedliche Werkzeuge für verschiedene Arbeitsszenarien bereitstellen sowie infrastrukturelle Voraussetzungen schaffen.

Mehrere Randbedingungen mussten allerdings für die Umgestaltung des Raumes erfüllt werden:

  • Eine bauliche Umgestaltung des Raumes ist nicht möglich,
  • der Raum muss auch weiterhin auch als Besprechungsraum nutzbar sein,
  • es stehen nur geringe finanzielle Mittel für die Gestaltung zur Verfügung.
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Auf dem Weg zu einer Innovationskultur in Hochschulen – 2. Etappe der HFD-Community Working Group der Musterwandler bei der KU Leuven

Die Community Working Group „Innovationskultur“ war wieder einmal unterwegs, um sich Institutionen anzusehen, in denen Innovation zur Kultur und zum Mindset gehört. Unsere Reise führte uns diesmal nach Belgien zur Katholieke Universiteit Leuven.

Warum die KU Leuven?

Die KU Leuven gehört nicht nur zu den 50 besten Hochschulen weltweit, sondern ist auch mehrfach in Folge zur innovativsten Hochschule Europas gewählt worden. Das wollten wir uns natürlich ansehen. Und hören! Gesprochen haben wir mit Prof. Dr. Koenraad Debackere, dem Generaldirektor und Vorstandsvorsitzender der KU Leuven, Geschäftsführer der Abteilung Research & Development und Professor an der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften mit dem Schwerpunkt Innovationsmanagement und Innovationspolitik, Dr. Rudi Cuyvers, dem Leiter der Abteilung „Spin-off and Innovation“ und Nick Geukens, der als Innovationsmanager in einer medizinischen Abteilung tätig ist.

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Wer Erfahrungen teilt, gewinnt doppelt

Viele kennen die Sätze „Geteilte Freude ist doppelte Freude“ und „Geteiltes Leid ist halbes Leid“. Nach gut einem Jahr Musterwandler-Initiative ergänze ich: Geteilte Erfahrungen bringen doppelten Gewinn.

Es gibt viele Gelegenheiten und Möglichkeiten, seine Erfahrungen mit anderen zu teilen, ob in einem Vortrag, einer Podiumsdiskussion, einem Workshop, einem Zeitschriftenartikel, Blogbeitrag oder schlicht einem Gespräch. Nicht nur in Zeiten enger Kalender stellt sich die Frage, ob sich der damit verbundeme Aufwand eigentlich lohnt. Ich bin davon überzeugt, weil ich selbst schon in mehrfacher Hinsicht dadurch gewonnen habe…

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Workshop zu Innovationskultur in Hochschulen

Seit einigen Wochen arbeiten wir als Community Working Group des Hochschulforums Digitalisierung zum Thema Innovationskultur. Dafür haben wir mit dem Telekommunikationsunternehmen sipgate und der Katholieke Universiteit Leuven zwei innovative Organisationen besucht, um herauszufinden, was Innovationskultur dort ausmacht. Als dritter Ort folgt das d.lab der Deutschen Bahn im Februar. Erste Gemeinsamkeiten haben sich dabei bereits gezeigt.

Als einen nächsten Schritt wollen wir mit weiteren Interessierten überlegen, wie sich unsere Erkenntnisse auf unsere jeweiligen Hochschulkontexte übertragen lassen:
Wie wollen wir zukünftig miteinander arbeiten?
Wo braucht es Freiheiten? Wo klare Regeln, um Innovation zu ermöglichen?

Neugierig geworden? Wir laden Sie dazu ein, mit uns gemeinsam zu diskutieren und zwar am 25.03.2020 in Bonn (Räumlichkeiten der HRK, Ahrstraße 39, 53175 Bonn).
Für einen intensiven Austausch ist die Teilnehmendenzahl auf 20 Personen begrenzt. Eingeladen sind Hochschulleitungen, Lehrende, Verwaltungsmitarbeitende und Studierende.
Schicken Sie uns für Ihre Anmeldung bitte eine Mail an: cwg_innovationskultur@khm.de.
Teilen sie uns bitte neben Ihrem Namen und Ihrer Funktion mit, warum das Thema Innovationskultur in Hochschulen für Sie relevant ist und welche Fragen Sie hierzu beschäftigen.

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Eine Zugfahrt – ein Kaffee – eine besondere Bekanntschaft!

von Martina Nolte (Hochschule Niederrhein), Kontakt: martina.nolte@hs-niederrhein.de

Eine Zugfahrt – ein Kaffee – eine besondere Bekanntschaft!

Nach einer wirklich wissensreichen und interessanten Tagung des Forums Agile Verwaltung stiegen Tobias Koch (Heinrich-Heine-Universität) und ich (Martina Nolte, Hochschule Niederrhein) in den Zug von Berlin nach Düsseldorf. Nach dem hektischen Einstieg in Berlin entschieden wir uns, erstmal einen entspannten Kaffee im Zug-Café zu trinken. Dort saß bereits ein freundlicher Mann, der bereitwillig seine Sachen zur Seite nahm, um uns einen Platz zu ermöglichen. Ich bestellte einen Kaffee und fragte ihn – als Dank – ob er ebenfalls einen mochte. Er bejahte! Dies war der Beginn eines großartigen Gesprächs auf dem Weg durch die Republik.

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Meine Erkenntnisse aus meinem ersten Working-out-loud-Zirkel

Ich stehe kurz vor Ende meines ersten Working-oud-loud-Zirkels. Nur noch zwei Treffen des 12-wöchigen Programms sind zu absolvieren. Es scheint so, als wollen wir alle nicht wirklich, dass der Zirkel endet, wie sonst kann man das erklären, dass wir so kurz vor knapp nochmal ohne besonderen Grund unser Zirkeltreffen auf eine Woche später verschieben.

John Stepper, der Erfinder von Working-out-loud, beschreibt die Methode in seinem Guide so:

“ Working-out-loud ist eine Weg, um Beziehungen aufzubauen, die dir auf verschiedene Weise helfen können, ein Ziel zu erreichen […]. Anstatt sich zu vernetzen, um etwas zu bekommen, investierst du in Beziehungen […]. „

WOL Circle Guide: Erste Schritte
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Happiness is a Place

Gerade komme ich von einer sehr eindrucksvollen Reise wieder und zwar aus Bhutan, einem kleinen Königreich, welches in Südasien zwischen Indien und Tibet liegt. Das mit zwei Drittel bewaldeter Fläche kleine Land befindet sich inmitten des Himalayas und fast 80 Prozent der Fläche liegen über 2000 m in der Höhe.

Hinzu kommt, dass Bhutan auch genannt „Land des Donnerdrachens“ (Druk Yul) bis in die 1970er Jahre eigentlich vollkommen abgeschlossen von der restlichen Welt war und die Bevölkerung erst seit den 1990ern durch die Einführung des Fernsehens und später des Internets von anderen Lebensstilen Kenntniss gewonnen hat. Seitdem durchlebt das Land eine rasante Veränderung und versucht sich im Spagat zwischen Tradition und Moderne, zwischen westlicher Kultur und Buddhismus und Umweltschutz und Wachstum.

Die Kultur ist geprägt von einem Miteinander und dem tief verwurzelten buddhistischen Glauben. Der Glaube in Bhutan hat eine Besonderheit und zwar ist er geprägt vom Prinzip „KaruāMitgefühl, Mitempfinden. Dies bedeutet, dass bei jedem Handlungsschritt überlegt wird, welche Auswirkung der Handlungsschritt auf alles in der Umgebung hat, also Menschen, Tiere, Pflanzen und einfach die ganze Umwelt. Dies erklärt warum die Bhutaner*innen es auch begrüßen, dass ihr König bei jeder weiterführenden Öffnung des Landes darüber nachdenkt, welche Auswirkung es haben könnte. Das Vorgehen ist in der Regel so, dass Modelle ausprobiert werden und wenn es nicht klappt, eine neue Vorgehensweise getestet wird. Ein Beispiel ist hierfür der Umgang mit Tourismus, jedes Jahr kommen alle Touristenführer*innen mit Vertreter*innen des Königs und der Regierung zusammen und beratschlagen, was man verändern und verbessern kann, ob die hohen Beitragssumen, die Touristen entrichten müssen noch gerechtfertigt sind, ob die Zahl der Besucher*innen erhöht werden soll oder welche Herausforderungen durch den Tourismus entstanden sind und wie man diesen begegnen können.

An welches Prinzip erinnert das wohl? Klar, an Agilität, testen, auswerten, anpassen. Und vor allem immer das Große Ganze im Blick halten, was ist die Vision des Landes und wie kann jede Handlung mit diesem im Einklang gebracht werden? In der Überschrift dieses Artikels steht „Happiness has a place“, das sagen die Bhutaner*innen selbst, auch ist Glück vom Staat als Bruttonationalprodukt definiert und wird durch komplizierte Umfragen und Diskussionrunden immer wieder überprüft. Natürlich ist nicht alles gut in diesem kleinen Land, es kommen Probleme durch den Einfluss der westlichen Welt auf, der Klimawandel ist auch hier zu spüren, aber anstatt den Kopf in den Sand zu stecken, wird geprüft was zun tun ist und ausprobiert und immer wieder an eine Vision erinnert. Folgendes Bild zeigt ein Beispiel dafür wie sichtbar Visionen und Ziele gemacht werden.

Wandbemalung an einer Schule in Bhutan

Generell hat mich der Urlaub sehr beeindruckt und denke, dass mich so einiges von den Grundprinzipien im Alltag auch weiterhin begleiten wird.