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Eine Zugfahrt – ein Kaffee – eine besondere Bekanntschaft!

von Martina Nolte (Hochschule Niederrhein), Kontakt: martina.nolte@hs-niederrhein.de

Eine Zugfahrt – ein Kaffee – eine besondere Bekanntschaft!

Nach einer wirklich wissensreichen und interessanten Tagung des Forums Agile Verwaltung stiegen Tobias Koch (Heinrich-Heine-Universität) und ich (Martina Nolte, Hochschule Niederrhein) in den Zug von Berlin nach Düsseldorf. Nach dem hektischen Einstieg in Berlin entschieden wir uns, erstmal einen entspannten Kaffee im Zug-Café zu trinken. Dort saß bereits ein freundlicher Mann, der bereitwillig seine Sachen zur Seite nahm, um uns einen Platz zu ermöglichen. Ich bestellte einen Kaffee und fragte ihn – als Dank – ob er ebenfalls einen mochte. Er bejahte! Dies war der Beginn eines großartigen Gesprächs auf dem Weg durch die Republik.

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Meine Erkenntnisse aus meinem ersten Working-out-loud-Zirkel

Ich stehe kurz vor Ende meines ersten Working-oud-loud-Zirkels. Nur noch zwei Treffen des 12-wöchigen Programms sind zu absolvieren. Es scheint so, als wollen wir alle nicht wirklich, dass der Zirkel endet, wie sonst kann man das erklären, dass wir so kurz vor knapp nochmal ohne besonderen Grund unser Zirkeltreffen auf eine Woche später verschieben.

John Stepper, der Erfinder von Working-out-loud, beschreibt die Methode in seinem Guide so:

“ Working-out-loud ist eine Weg, um Beziehungen aufzubauen, die dir auf verschiedene Weise helfen können, ein Ziel zu erreichen […]. Anstatt sich zu vernetzen, um etwas zu bekommen, investierst du in Beziehungen […]. „

WOL Circle Guide: Erste Schritte
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Happiness is a Place

Gerade komme ich von einer sehr eindrucksvollen Reise wieder und zwar aus Bhutan, einem kleinen Königreich, welches in Südasien zwischen Indien und Tibet liegt. Das mit zwei Drittel bewaldeter Fläche kleine Land befindet sich inmitten des Himalayas und fast 80 Prozent der Fläche liegen über 2000 m in der Höhe.

Hinzu kommt, dass Bhutan auch genannt „Land des Donnerdrachens“ (Druk Yul) bis in die 1970er Jahre eigentlich vollkommen abgeschlossen von der restlichen Welt war und die Bevölkerung erst seit den 1990ern durch die Einführung des Fernsehens und später des Internets von anderen Lebensstilen Kenntniss gewonnen hat. Seitdem durchlebt das Land eine rasante Veränderung und versucht sich im Spagat zwischen Tradition und Moderne, zwischen westlicher Kultur und Buddhismus und Umweltschutz und Wachstum.

Die Kultur ist geprägt von einem Miteinander und dem tief verwurzelten buddhistischen Glauben. Der Glaube in Bhutan hat eine Besonderheit und zwar ist er geprägt vom Prinzip „KaruāMitgefühl, Mitempfinden. Dies bedeutet, dass bei jedem Handlungsschritt überlegt wird, welche Auswirkung der Handlungsschritt auf alles in der Umgebung hat, also Menschen, Tiere, Pflanzen und einfach die ganze Umwelt. Dies erklärt warum die Bhutaner*innen es auch begrüßen, dass ihr König bei jeder weiterführenden Öffnung des Landes darüber nachdenkt, welche Auswirkung es haben könnte. Das Vorgehen ist in der Regel so, dass Modelle ausprobiert werden und wenn es nicht klappt, eine neue Vorgehensweise getestet wird. Ein Beispiel ist hierfür der Umgang mit Tourismus, jedes Jahr kommen alle Touristenführer*innen mit Vertreter*innen des Königs und der Regierung zusammen und beratschlagen, was man verändern und verbessern kann, ob die hohen Beitragssumen, die Touristen entrichten müssen noch gerechtfertigt sind, ob die Zahl der Besucher*innen erhöht werden soll oder welche Herausforderungen durch den Tourismus entstanden sind und wie man diesen begegnen können.

An welches Prinzip erinnert das wohl? Klar, an Agilität, testen, auswerten, anpassen. Und vor allem immer das Große Ganze im Blick halten, was ist die Vision des Landes und wie kann jede Handlung mit diesem im Einklang gebracht werden? In der Überschrift dieses Artikels steht „Happiness has a place“, das sagen die Bhutaner*innen selbst, auch ist Glück vom Staat als Bruttonationalprodukt definiert und wird durch komplizierte Umfragen und Diskussionrunden immer wieder überprüft. Natürlich ist nicht alles gut in diesem kleinen Land, es kommen Probleme durch den Einfluss der westlichen Welt auf, der Klimawandel ist auch hier zu spüren, aber anstatt den Kopf in den Sand zu stecken, wird geprüft was zun tun ist und ausprobiert und immer wieder an eine Vision erinnert. Folgendes Bild zeigt ein Beispiel dafür wie sichtbar Visionen und Ziele gemacht werden.

Wandbemalung an einer Schule in Bhutan

Generell hat mich der Urlaub sehr beeindruckt und denke, dass mich so einiges von den Grundprinzipien im Alltag auch weiterhin begleiten wird.

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Selbstorganisation im Arbeitsbereich „Bauhof“ des Amtes für Technik, Umwelt, Grün (TUG) der Stadt Herrenberg

Selbst-Organisation in einer städtischen Verwaltung, geht das? Und wie finden die Megatrends einer immer digitaleren Arbeitswelt Anwendung im Praxisfall eines Bauhofs? Was hat die Stadt davon?
Antworten auf diese Fragen hat die Herrenberger Stadtverwaltung in einem Pilotprojekt in Kooperation mit der Hochschule für öffentliche Verwaltung und Finanzen Ludwigsburg gefunden.

Ein Gastbeitrag von Stefan Kraus und Caroline Küpfer, TUG Herrenberg

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Agile Projekte an der FH Bielefeld, der TH Köln und der Universität Bielefeld

Erstellt von Christiane Büchter, Carolin Degener, Nora Jablonowski und Lea Wüst

Der Idee des Marktplatzes „Freundinnen besuchen Freundinnen“ der Musterwandlerkonferenz am 08.05.2019 folgend haben wir uns am 16.07.19 in der FH Bielefeld getroffen, um unsere Erfahrungen und Ideen zu agilen Projekten in einem (bislang) nicht agilem Umfeld auszutauschen.

Einige wichtige Erkenntnisse

  1. Agil ist nicht gleich Scrum. Projekte können auch in kleinen Schritten „agilisiert“ werden.
  2. Nicht alle Projektbeteiligten müssen gleich zu Anfang an agil sein, ein konsequent agiles Kernteam kann auch in einem nicht agilen Umfeld große Schlagkraft erreichen.
  3. Mit Methodenwissen über Scrum, Kanban etc. kann ein Projektumfeld überfordert oder abgeschreckt werden.
  4. Mitstreiter*innen und Unterstützer*innen lassen sich besser finden, wenn die konkreten Arbeitsweisen exemplarisch z.B. in Workshops vermittelt und Arbeitsergebnisse kommuniziert werden.
  5. Die Einführung von Innovation Games wie z.B. die „Schleppankermethode“ für Sitzungen (https://agile-verwaltung.org/2017/09/29/aus-der-agilen-methodenkiste-anforderungen-erheben-mit-speedboat/) kann im Bereich des Anforderungsmanagements schon zu Veränderungen und positiven Erfahrungen führen.
  6. Das Visualisieren und Vergleichen von hybriden (klassisch und agil kombiniert) Projektstrukturen ist ein gutes Mittel, um frühzeitig Fallstricke der Struktur für die spätere Zusammenarbeit zu erkennen.
  7. In Strukturen wie einer klassischen Hochschulverwaltung muss mitunter die agile Binnenstruktur des Projekts mit klassischem Projektmanagement für das Projektumfeld kombiniert werden.
  8. Das A und O ist die Rollenklärung zu Projektbeginn.
  9. Kein agiles Projekt sollte ohne einen internen Scrum Master (ausgebildet und mit ausreichenden Ressourcen ausgestattet) an den Start gebracht werden.
  10. Selbstreflexion und die Überprüfung der Anpassung agiler Frameworks an die Projektumgebung sollten regelmäßig praktiziert werden.
  11. Es braucht seine Zeit, um geeignete Strukturen im Sinne von „Scrum nach Maß“ zu entwickeln. Dies gilt insbesondere für Organisationsentwicklungsprojekte in öffentlichen Einrichtungen mit hohem Multiprojektmanagementaufkommen.
  12. Regelmäßige Kommunikation mit wichtigen Stakeholdern erzeugt Aufwand, führt jedoch zu höherer Akzeptanz gegenüber dem Projekt in der Gesamtorganisation.

Wir würden diesen Austausch gerne mit weiteren Personen, die sich im Hochschulkontext an agilen Projekten versuchen, fortsetzen. Good Practice Beispiele sind herzlich willkommen.

Ansprechpersonen:

Christiane Büchter: christiane.buechter@uni-bielefeld.de

Carolin Degener: carolin.degener@fh-bielefeld.de

Nora Jablonowski: nora.jablonowski@th-koeln.de

Lea Wüst: lea.wuest@fh-bielefeld.de

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OpenDigiLab

Wie wir mit Design Thinking unsere Universität von Morgen gestalten wollen.

Digitalisierung bedeutet für die Angehörigen der Hochschulen nicht nur die Nutzung neuer technischer Plattformen und Werkzeuge. Die Digitalisierung verändert die Abläufe und die Zusammenarbeit am Arbeitsplatz in seiner Gesamtheit – organisatorisch und kulturell – und erfordert deshalb neue Kompetenzen und ein verändertes Mindset bei Lehrenden und Mitarbeiter*innen.

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Veröffentlicht in Allgemein, Ausprobieren, Erfahrungen

Die Musterwandler

Vor 8 Monaten haben sich die Musterwandler zum ersten Mal in Köln getroffen. 8 Monate sind lang, wobei wenn wir mal in Hochschulzeiten denken, ist es fast so, als wäre es gestern gewesen.

Als wir uns damals das erste Mal getroffen haben, war glaube ich keinem so klar, wo die Reise hingehen wird. Viele haben vor allem erst einmal Gleichgesinnte gesucht, die ebenfalls das Gefühl haben, dass man mit den klassischen Wegen in dieser neuen Zeit mit neuen Anforderungen und neuen Technologien und vielen neuen Fragen auch neue Antworten suchen muss.

Mittlerweile ist es so, dass die Arbeit mit den Musterwandlern sich anfühlt, als würde man im berühmten „Flow“ arbeiten: eins fügt sich zum anderen, jemand stößt neue Ideen an, jemand weiteres greift die Idee auf und es wird weitergedacht.

Alle neuen Musterwandlerinnen und Musterwandler sind herzlich willkomen! Schaut gerne einmal auf die Seite vorbei „Mitmachen bei den Musterwandlern“, welche Formen der Mitarbeit oder Vernetzung es gibt: https://musterwandler-hochschulen.org/mitmachen-bei-den-musterwandlern/