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Lernzirkel – ein kleiner Überblick

“Ich möchte gern Beratung für Zirkelformate machen. Aber: Wofür verwende ich eigentlich welches Zirkelformat? Worin unterscheiden sich die einzelnen Formate?” Maike hat diese Fragen bei der Session zu “Lernzirkeln” auf dem Barcamp “New Work in der Verwaltung 2023/2033” gestellt. Eine entsprechende Übersicht gibt es bisher nicht. Und damit entstand die Idee, die unterschiedlichen Zirkelformate Working Out Loud (WOL), LernOS und ALEx miteinander zu vergleichen und eine Übersicht zu erstellen, die eine Hilfestellung zur passenden Auswahl bieten soll. Mit dieser Übersicht erheben wir keinen Anspruch auf Vollständigkeit im Hinblick auf Zirkelformate oder gar Formate zum selbstorganisierten Lernen. Wir haben uns schlicht an den Formaten orientiert, bei denen wir als Gruppe über Erfahrungen verfügen.

Gemeinsam Lernen in einer kleinen Gruppe, Bild von StockSnap auf Pixabay

Im Folgenden möchten wir die einzelnen Lernzirkelformate in Form eines tabellarischen Vergleichs etwas näher vorstellen. Vorab aber noch ein paar Worte zu uns und den Gemeinsamkeiten der verglichenen Formate.

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AG Hochschulaktenplan erfolgreich abgeschlossen: Die Ergebnisse nach Inhalt und Vorgehen könnten auch für andere interessant sein

Im Oktober 2019 gab Christian Rupp, neuer Chief Innovation Officer der Mach AG in Lübeck, der „Innovativen Verwaltung“ ein Interview. Er hatte vorher in Österreich gelebt und war dort maßgeblich am Projekt „Digitales Österreich“ beteiligt. Auf die Frage, ob er bei seinem Umzug große Unterschiede zwischen den beiden Bundesrepubliken bemerkt habe, antwortete Rupp: „Die digitale Entwicklung [in Österreich] ist dabei von der Bereitschaft zur Collaboration, wie es neudeutsch heißt, geprägt. Diese Grundhaltung zur Kooperation vermisse ich in Deutschland etwas. (…) Die prinzipielle Bereitschaft, etwas zu übernehmen, das jemand Anders entwickelt hat, ist nicht immer vorhanden. In Österreich haben wir eine Koordinations- und Kooperationsplattform aufgebaut.“ /Anmerkung 1/

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Lernzirkel – Lernwege im Kontext der Digitalisierung

Vor gut einem Jahr bin ich der Begeisterung einer Musterwandler-Kollegin gefolgt und habe meinen ersten Working-Out-Loud-Zirkel gestartet. Los ging es zu Beginn des Lockdowns im März. Es war der Start einer anstrengenden Zeit, da die mit der Pandemie einhergehenden Anforderungen an unser E-Learning-Team uns gut gefordert haben. Will frau in der Zeit noch was Neues angehen? JA! Ich habe die wöchentlichen Zirkeltreffen immer wieder als sehr bereichernd erlebt. Und es tat gut, gerade in der Zeit sich auch einen Freiraum für etwas anderes einzuräumen.

Ich glaube, so richtig ist der Funke auf mich allerdings erst nach Abschluss des ersten Zirkels im Sommer übergesprungen. Ich habe begonnen, die Themen, die mich aktuell beschäftigen sichtbarer zu machen und stelle fast jeden Tag erneut fest, was dies bewirkt. Es haben sich viele spannende, neue Kontakte, Gespräche, Ideen daraus ergeben, die ich so gar nicht erwartet oder auf meiner Agenda hatte.

Ein neues Themenfeld ergibt sich dabei fast schon automatisch: Neben Working Out Loud gibt es nämlich noch andere Lernzirkelformate, wie zum Beispiel lernOS oder ALEx. Und neugierig wie ich bin, interessiert es mich daher, was sie gemeinsam haben, aber auch worin ihre Unterschiede bestehen. Denn nach den insgesamt so positiven Erfahrungen mit mittlerweile zwei WOL-Zirkeln möchte ich gern herausfinden, ob Lernzirkel nicht ganz allgemein ein zukunftsträchtiges Lernformat sind. Auf den ersten Blick scheinen sie das regelmäßige und strukturierte Lernen bzw. sich entwickeln in einer kleinen Gruppe gemeinsam zu haben. Darüber hinaus stehen immer individuell gesetzte Lernziele im Fokus. Durch das gemeinschaftliche Reflektieren wird  ein Raum für positive Selbstwirksamkeitserfahrungen geschaffen werden. Diese Aspekte kann ich durch meine eigenen Erfahrungen bereits bestätigen, aber gerne würde ich auch weitere Lernzirkel-Methoden genauer betrachten und kennen lernen sowie tiefer vergleichen. Auf dieser Basis habe ich auf dem Barcamp „New Work in der Verwaltung 2023/2033” zu einer Session eingeladen und die folgende drei Formate kurz vorgestellt, um darüber mit anderen ins Gespräch zu kommen.

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Arbeitest Du schon agil oder planst Du noch?

Ein Beitrag von Berit Edlich (TU Dresden), Anneke Meyer (Leibniz Universität Hannover), Jenny Pick (Barkhausen Institut)

Im Jahr 2020 wollten wir mit dem Thema „agiles Arbeiten“ richtig durchstarten und hatten bereits die Podiumsdiskussion auf der FORTRAMA Jahrestagung im März 2020 inhaltlich vorbereitet, als uns die Corona-Pandemie dazwischenkam und alles abgesagt wurde. Dann mussten wir im März selbst unsere Anpassungsfähigkeit unter Beweis stellen und ohne Kinderbetreuung und zum Teil ohne passende technische Ausstattung von zu Hause arbeiten. Das war quasi ein Living Lab in puncto Agilität. Wir konnten sehen, was plötzlich alles möglich gemacht wurde, zum Beispiel mobiles Arbeiten, Ausstattung mit Laptops, Videokonferenzen. Vieles ist aber auch immer noch ungewohnt, zum Beispiel neue Kolleg*innen virtuell einzuarbeiten und kennenzulernen oder Kolleg*innen zu verabschieden, also die gesamte soziale Interaktion im virtuellen Raum zu gestalten. Längerfristige Projektplanungen oder auch Entscheidungsprozesse über den Dienstweg waren vor Corona selbstverständlich. Jetzt scheinen sie immer mehr zu Relikten aus der vor-digitalen Zeit zu werden. Welche Lösungswege bietet uns das agile Arbeiten?

Statt nun unsere Podiumsgäste zu dieser Frage in einen Austausch zu bringen, haben wir die Zeit genutzt und angefangen, unsere eigenen Standpunkte zu formulieren. 

Arbeiten wir bereits agil und woran machen wir das fest? Was sehen wir positiv, was könnte noch besser sein?

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Besonnene Weihnachten und Mut für 2021!

Liebe Musterwandler*innen,

auch wir möchten das Jahr mit einem Weihnachtsgruß abschließen. Ein besonderes Jahr liegt hinter uns, dass in unseren Köpfen nach sehr lange präsent sein wird. Vieles wurde bereits gesagt, insofern soll es keinen weiteren Rückblick geben. Stattdessen wünschen wir ein besonnenes Weihnachtsfest. Richtig, besonnen und nicht besinnlich, denn die Herausforderung in diesem Jahr liegt darin, die passende Entscheidung zu treffen, ob und mit wem wir feiern werden, um dem Infektionsgeschehen nicht den Rücken zu stärken und gleichzeitig Familienmitgliedern nicht vor den Kopf zu stoßen.

Kommt gut in das neue Jahr und lasst uns gemeinsam mutig sein und den Musterwandel weiter vorantreiben. Wer zwischen den Jahren noch etwas Luft hat – die Chancen stehen dafür ja gar nicht schlecht, da Traditionen wie Treffen mit alten Freunden oder Shoppingtouren dieses Jahr garantiert anders ausfallen werden – der*dem möchte ich hierfür die passende Inpsiration emfehlen: Lest „Das Neue Land“ von Verena Pausder. Als Rede geschrieben betrachtet die Autorin acht gesellschaftliche Bereiche und formuliert Visionen, die nicht alle wirklich neu, aber erstrebenswert und vor allem erreichbar sind. Auf der letzten Seite schließt sie ihre Rede mit folgenden Worten:

„Jetzt verändern wir. Jetzt zeigen wir Haltung, jetzt werden wir mutiger und zeigen, wie wichtig es ist, aufzustehen, voranzugehen, umzusetzen – auch und gerade für unsere Kinder, für die nächste Generation. Das Ziel dieses Buches ist erreicht, wenn ich Bilder des Neuen Landes in Ihren Köpfen zum Leben erweckt habe. Bilder, die eine Sehnsucht entfachen, in diesem Land leben zu wollen. Seine Geschichte weiterschreiben zu wollen.

Denn einer Haltung sollte auch eine Handlung folgen.“

Verena Pausder, Das Neue Land, S. 200

In diesem Sinne: Kommt gut ins neue Jahr. Wir freuen uns über gemeinsamene Begegnungen und den Austausch mit euch!

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Ist die Digitalisierung ein Instrument des Wandels? Oder des Gewandelt-werdens?

„Digitalisierung“ ist kein Begriff mit scharf umrissener Bedeutung wie z. B. „Dampfmaschine“ Anfang des 19. Jahrhunderts es war. „Digitalisierung“ ist ein Begriffscontainer mit einer Vielzahl an Be-Deutungen, weil Innovation in Wissensprozessen anders funktioniert als bei operativen Arbeiten in der klassischen Industriewelt. Das birgt das Risiko von Missverständnissen und Illusionen.

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Gedanken zur brauchbaren Illegalität in Hochschulen

Vor einigen Wochen hat Stefan Kühl, Organisationssoziologe an der Universität Bielefeld, via Twitter  auf seinen Artikel „Wie gehen Leitungen mit Illegalität um?“ aufmerksam gemacht. Er thematisiert darin die alltäglichen Regelverstöße von Mitarbeiter*innen in Hochschulen und betrachtet es unter dem Aspekt der brauchbaren Illegalität, ein Begriff, der auf Niklas Luhmann zurückgeht. Folgender Satz ist mir beim Lesen hängen geblieben: „Letztlich stellt erst die alltäglich praktizierte Illegalität sicher, dass Organisationen überhaupt funktionieren.“ Mein erster Impuls hierauf: Das darf doch so nicht sein!

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